Forschung an der Philosophischen Fakultät


Die Fächer der Philosophischen Fakultät zeichnen sich in der Forschung durch fachübergreifende Projekte mit inner- und außeruniversitären Partnern sowie bundesweit herausragende Leistungen aus, wie etwa die Rankings des CHE belegen. In der Forschung genießt die Mannheimer Geisteswissenschaft besonders für drei Schwerpunkte bundesweite Aufmerksamkeit:

„Kulturelle Modellierungen des Wandels"

In diesem Schwerpunkt werden gezielt die kulturellen - nicht vorrangig medialen - Muster untersucht, an denen sich Wandel ebenso wie die Wahrnehmung von Wandel und auch die Reflexion darüber festmachen lassen.
Theoretische Perspektiven auf aktuelle soziale, kulturelle und ökonomische Prozesse werden unter Bezug auf konkrete Einzelaspekte mit der Analyse von Texten und medialen Repräsentationen verknüpft und eröffnen so eine eigene Perspektive der Auseinander-setzung mit aktuellen Fragen des Wandels.

„Kultur und Wirtschaft im Prozess der Globalisierung“

Ein weiterer profilbildender Forschungsschwerpunkt der Fakultät liegt auf der kulturwissenschaftlichen Analyse von Modernisierungs- und Globalisierungs-prozessen. Das laufende Promotionskolleg „Formations of the Global: Welterfahrungen – Weltentwürfe – Weltöffentlichkeiten" hat nationale und internationale Mitglieder und ist als Mannheimer Schwerpunkt kulturwissenschaftlicher Forschung bekannt. Entsprechend dem Profil der Universität Mannheim gibt es eine enge Zusammenarbeit der Fächer der Philosophischen Fakultät, insbesondere der Literatur- und der Geschichtswissenschaft, mit den Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften. In Lehr-veranstaltungen, Vorträgen und (z.T. von den Doktoranden selbst organisierten) Kolloquien werden einzelne Aspekte der Globalisierung in kulturwissenschaftlicher und interdisziplinärer Hinsicht untersucht sowie eine theoretisch anspruchsvolle und zugleich anwendbare Konzeption der Globalisierung erarbeitet.
In Ergänzung des Mannheimer Lehr- und Forschungsprofils sollen die Bereiche Wirtschaftsethik und Corporate Social Responsibility sowie Wirtschaftssprachen und Business Communication verstärkt in diesen Forschungsschwerpunkt einbezogen werden.

„Medienwandel : Gesellschaftswandel“

Unter diesem Arbeitstitel stehen die Entwicklungen der Medien und der medial vermittelten Kommunikation einerseits und die gesellschaftliche Entwicklung andererseits als sich wechselseitig beeinflussende dynamische Prozesse im Mittelpunkt des analytischen und empirischen Interesses. Dieses Programm hat sich als ein medien- und kommunikationswissenschaftlicher Schwer-punkt herauskristallisiert, der vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten mit allen Fächern der Philosophischen Fakultät und mit den Sozialwissenschaften bietet.

„Mehrsprachigkeit / Migration“

Die Untersuchung gesellschafts- und bildungspolitischer Herausforderungen in den Bereichen mehrsprachige Kommunikation, Sprachsystem und Sprachvariation sowie Spracherwerb bildet einen fachübergreifenden etablierten Forschungs-schwerpunkt. Hier kooperieren Mannheimer Linguisten sowie Medien- und Kommuni-kationswissenschaftler mit dem international renommierten Institut für Deutsche Sprache, mit dem die Universität auch institutionell (u. a. durch gemeinsame Berufungsverfahren) eng verbunden ist. Die interdisziplinären linguistischen Forschungsaktivitäten in den Bereichen Sprachkontakt, Mehrsprachigkeit und Spracherwerb werden von dem 2011 als gGmbH gegründeten Mannheimer Zentrum für Empirische Mehrsprachigkeitsforschung (MAZEM) unterstützt, das aus der Forschungs- und Kontaktstelle Mehrsprachigkeit hervorgegangen ist und Wissenstransfer aus der sprachwissenschaftlichen Forschung in die pädagogische Praxis leistet. Der Forschungsschwerpunkt mehrsprachige Kommunikation und Spracherwerb bietet inhaltliche und methodische Anknüpfungspunkte auch zu literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschungsprojekten im Bereich „Migration und Integration". Darüber hinaus ist die Struktur des fachübergreifenden Masterstudiengangs „Sprache und Kommunikation" auf diesen etablierten Forschungsschwerpunkt hin ausgerichtet, um Master- und Promotionsstudium entsprechend des spezifischen Profils der Mannheimer Geisteswissenschaften noch stärker zu vernetzen.

Ausblick:

Im Planungszeitraum bis 2017 soll die nationale und internationale Sichtbarkeit der „Mannheim School of Humanities“ durch die weitere Vernetzung an den Schnittstellen von Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft und die Internationalisierung in Forschung und Lehre noch erhöht werden. Als gemeinsames fachübergreifendes Forschungsthema wurde der Themenkomplex „Dynamics of Change“ erarbeitet. Dieses Leitthema eröffnet allen an der Fakultät vertretenen Fachbereichen vielfältige Möglichkeiten, fachspezifische und interdisziplinäre Beiträge einzubringen. In Kooperation mit dem IDS Mannheim wird derzeit ein Leibniz-Campus Projekt vorbereitet, das neue Drittmittelprojekte ermöglicht.

Ausführliche Informationen zur aktuellen Forschung an der Philosophischen Fakultät finden Sie auf der allgemeinen Seite zur Forschung an der Universität Mannheim sowie auf den Seiten der einzelnen Lehrstühle der Philosophischen Fakultät.