Entwicklungszusammenarbeit

Träger – und somit potenzielle Arbeitgeber – der internationalen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) sind z.B. staatliche Institutionen wie die bundeseigene Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder konfessionelle Organisationen und NGOs oder private Unternehmen für EZ.

Die Bereiche in denen z.B. die GIZ – laut eigener Homepage – tätig ist, sind:

    1. Good governance
    2. Nachhaltige Infrastruktur
    3. Ländliche Entwicklung
    4. Sicherheit/Wiederaufbau
    5. Soziale Entwicklung
    6. Umwelt und Klima
    7. Wirtschaft und Beschäftigung

    Für den Einstieg in die EZ während des Studiums bietet sich ein Praktikum bei der GIZ an: Praktikumsdatenbank der GIZ, die katholische Organisation Misereor bietet generell auch Praktika an, die Webseite hierfür ist aber nicht so detailliert aufgebaut wie bei der GIZ. Misereor bietet aber einen Freiwilligendienst an, „der sich an junge Erwachsene von 18 bis 28 Jahren mit entwicklungspolitischem Interesse richtet“.
    Für noch Studierende oder BachelorabsolventInnen, deren Abschluss nicht mehr als 18 Monate zurückliegt bietet das ASA-Programm den möglichen nächsten Schritt auf dem Weg in die EZ an. Für AbsolventInnen lassen sich auch einige renommierte Postgraduiertenprogramme in Deutschland finden. Das vom Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen getragene Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn, das Mercator-Kolleg für internationale Aufgaben sowie das an der Humboldt Universität in Berlin angesiedelte Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) haben solche Angebote im Programm.

    Schließlich ist ein Berufseinstieg über das eigenen Trainee-Programm der GIZ ebenso wie der KfW möglich. Die Kooperation der GIZ mit der Agentur für Arbeit, die unter dem Namen Centrum für Internationale Migration und Entwicklung (CIM) besteht, bietet Stellen für Bewerber in der EZ an, die in der Regel schon über mehrere Jahre Berufserfahrung verfügen müssen.
    Das DIE listet auf seiner Homepage – auf dem Flyer für das Postgraduiertenprogramm – eine Übersicht der Berufseinstiege der AbsolventInnen vergangener Jahrgänge des Programms auf.

    Demnach haben:

      • 21 % der AbsolventInnen eine Anstellung bei der KfW gefunden,
      • 8 % bei politischen Stiftungen,
      • 12 % bei privaten Beratungsfirmen,
      • 3 % bei der DEG,
      • 4 % bei internationalen Organisationen,
      • 17 % bei der GIZ,
      • 15 % beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,
      • 2 % beim DIE selbst und
      • 15 % werden unter „Sonstige“ aufgelistet.

        Damit lässt sich ein aussagekräftiger Blick über die Berufsmöglichkeiten nach der Postgraduiertenausbildung im Bereich internationale Entwicklungszusammenarbeit geben.

        Über die deutschen Institutionen und Unternehmen hinaus, gibt es auf inter- und supranationaler Ebene weitere Anbieter für Entwicklungszusammenarbeit. Die bekanntesten sind:

        • UNDP, das United Nations Development Program
        • World Bank
        • ILO, die International Labour Organization
        • ADB, die Asian Development Bank
        • DEZA, die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Department für auswärtige Angelegenheiten der Schweiz
        • oder das britische Gegenstück DFID