Forschungsprofil der Abteilung für Romanische Sprach- und Medienwissenschaft
Romanische Philologie
Synchronische und diachronische Sprachwissenschaft der romanischen Sprachen, insbesondere des Französischen, Italienischen, Spanischen und Katalanischen.
Anwendungsgebiete der Soziolinguistik: Sprache und Migration, Mehrsprachigkeit und Spracherwerb, Sprachplanung und -politik, Sprache und Geschlecht, Jugendsprache etc.
Medien- und kommunikationswissenschaftliche Aspekte des Französischen, Spanischen und Italienischen
Forschungsschwerpunkte
Medienlinguistik (Variation romanischer Sprachen aufgrund des medialen Umfeldes, Ausgliederung kommunikativer Gattungen im Zuge medialen Wandels und Wechsels, intra- und interlingual orientierte Beschreibung medienspezifischer Versprachlichungskonventionen )
Migrationslinguistik (Sprache, Sprachbewusstsein, Sprachwechsel, Funktion & Dynamik romanischer Sprachen in extraterritorialen Migrationskontexten, v.a. mit Bezug zu Deutschland; Ethnographie der Kommunikation)
Mehrsprachigkeit, Spracherwerb und Sprachkontakt (gesteuerter und ungesteuerter Sekundär- und Tertiärspracherwerb, Geschichte des Fremdsprachenunterrichts, Mehrsprachigkeit aus der Perspektive der kognitiven Linguistik, Kontaktphänomene in romanischen Sprachen, Stadtsprachen, z.B. Barcelona)
Gender- und Gerontolinguistik (Variation romanischer Sprachen aufgrund von heschlechts- und altersspezifischen Merkmalen, auch unter Berücksichtigung des Faktors der Migration sowie des verwendeten Mediums)
Romanische Klein und Minderheitensprachen (z.B. Korsisch, Judenspanisch, kreolische Sprachen; Sprachausbau in der Romania Continua und Nova, mitunter unter Berücksichtung der übersetzungswissenschaftlichen Ebene).
Orthographiegeschichte und Sprachstandardisierung (Entwicklung und Unterschiede orthographischer Systeme romanischer und kreolischer Sprachen, Diffusionsmechanismen und Problemstellen)
Text- und Hypertextlinguistik (im speziellen korpusbasierte, kontrastiv-textologische Ansätze zu verschiedenen kommunikativen Handlungsmustern, z.B. von Presse- und Hypertextsorten oder medizinischen Gebrauchstextsorten)
Forschungsschwerpunkte der einzelnen MitarbeiterInnen
Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer
Textlinguistik: kontrastiv-textologische Studien zu medialen Textsorten, kulturspezifische Vertextungskonventionen, Multimodalität von Textprodukten, Hypertextlinguistik, Medienwechselphänomene
Fachkommunikationsforschung: schriftsprachliche Experten-Laien-Kommunikation aus diachronischer und synchronischer Perspektive, Divulgationsstrategien, sprachvergleichende Fachtextsortenlinguistik
Übersetzungswissenschaft: Übersetzungsvergleich und -kritik, Übersetzungsplanung im Umfeld minoritärer Sprachen
Kreolistik: Kreolsprachen, v.a. Papiamentu/o, aus Diachronie und Synchronie, Spachausbaumaßnahmen, Standardisierungs- und Normalisierungsprozesse
Migrationslinguistik: Romanische Sprachen außerhalb der Ursprungsromania, z.B. Sprache und Sprachloyalität italienischer MigrantInnen in Mannheim
Prof. Dr. Johannes Müller-Lancé
Gesteuerter und ungesteuerter Tertiärsprachenerwerb
Mehrsprachigkeit aus der Perspektive der Kognitiven Linguistik
Realisierungen von Sprache in unterschiedlichen Medien
Orthographiegeschichte und -diskussion in Frankreich und Spanien
Geschichte des Fremdsprachenunterrichts
Historische Syntax des Französischen und Spanischen
Vulgärlatein
PD Dr. Gabriele Birken-Silverman
Sprachkontakt Französisch-Elsässisch, Französisch-Korsisch; Europäismen französischer Provinienz
Sprachkontakt Italienisch-Deutsch: DFG-Projekt Sprache italienischer Migranten in Mannheim: intra- und interlinguale
Variationsformen, Funktionen und Dynamik
Jugendsprache: Kommunikationsstile italienischer Migrantenjugendlicher
Genderforschung: Genus und Sexus im Französischen und Italienischen
Dr. Amina Kropp
Vulgärlatein
(historische) Pragmatik
Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt
Sardisch
Bettina Lämmle, M.A.
Mündlichkeit / Schriftlichkeit: Untersuchung verschiedener sprachlicher Phänomene im Spannungsfeld zwischen medialer und konzeptioneller Mündlichkeit/ Schriftlichkeit.
Kreolistik: Kreolsprachen, v.a. Papiamentu/o; dabei besonderes Augenmerk auf syntaktische Strukturen, genauer Satzverknüpfungstechniken, aber auch Diachronie (nicht nur sprachliche, sondern auch kulturelle Entwicklung).
Syntax: Satzarten und Satzverknüpfungsstrategien, z.B. im Vergleich Kreolsprachen vs. romanische Sprachen; typologische Aspekte.
Sprachausbau: Verschriftung, Verschriftlichung, Standardisierung und Normierung.
Dr. Caroline Mary
Rezeptionsgeschichte
Interkulturalität / Transkulturalität
Dr. Verena Thaler
Linguistische Pragmatik
Mündlichkeit/Schriftlichkeit
Computervermittelte Kommunikation
Sprachliche Höflichkeit
Lernersprachenpragmatik
Theis, Ulla, M.A.
Tertiärsprachenerwerb, Mehrsprachigkeitsdidaktik (Romanische Interkomprehension)
Regional- und Minderheitensprachen in Europa
Europäische Sprachenpolitik (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen)
Sprache und Musik
Ehemalige MitarbeiterInnen
Prof. Dr. Christine Bierbach (a.D.)
Urbane Soziolinguistik: Ethnographie der Kommunikation in mehrsprachigen städtischen Räumen. Schwerpunkt: italienische und spanische Migrantenkolonie in Mannheim
Forschungen zu der Stadtsprache in Barcelona (Sprachkontakt Spanisch-Katalanisch im mündlichen, alltäglichen Sprachgebrauch), in Paris und südfranzösischen Großstädten (Kontrast der gesprochenen und geschriebenen Sprache)
Stadtsprache in historischer Perspektive
Romanistische Gender Studies: Geschlechtsspezifisches Kommunikationsverhalten in institutionellen Kontexten, sozialen Gruppen, audiovisuellen Medien
Judenspanisch/sephardische Studien: judenspanische Varietäten in verschiedenen Textsorten
Geschichte der Konversation: Akademien, Lehrbücher der Konversation im Spanischen
Brigitte Eisenkolb
Attritionsforschung: Gleichgewicht des bilingualen mentalen Lexikons bei frühen und späten Migranten
Mehrsprachigkeit aus der Perspektive der Kognitiven Linguistik
Migrationslinguistik: Sprachdominanz bei deutsch-französische und bei französisch-italienischer Zweisprachigkeit
Methoden: Bilinguales lexikalisches Priming Paradigma, Augenbewegungsmessungen, lexikalische Entscheidungsaufgaben
Keywords: Attrition, Bilingualismus, Interferenz, lexikalischer Zugriff, mentales Lexikon
Christine Fuchs
Fremdsprachenunterricht am Gymnasium
Wahl der 2. Fremdsprache am Gymnasium
Gründe für die Entscheidung für eine Fremdsprache (Schüler + Eltern)
Gueli Alletti, Marilene
Soziolinguistik
Gesprächs-, Diskurs- und Konversationsanalyse (sowie Transkriptionsmethoden)
Gattungsforschung
Migrationslinguistik, Sprachkontakt- und Code-Switching-Forschung (Schwerpunkt Italienisch-Deutsch; Spanisch-Deutsch), migrationsbedingter generationsspezifischer Sprachwandel
Familiensprache
Jugendsprache
Gender-Studies (geschlechtsspezifische und -typische Kommunikationsstile in sozialen Gruppen, Printmedien, Werbung und Film)
Kerstin Jung
Sprache und kulturelle Kommentarstile in der Sportberichterstattung
Sprache und Politik
Sprache, Medien und Zensur im Franquismo
Christine Reum
Gesprächsanalyse
Gespräche in den Medien, speziell im Hörfunk
Medien in mehrsprachigen Gesellschaften
Laufende Dissertation: „Medien in mehrsprachigen Gesellschaften: Monolog oder Dialog der Kulturen?“ (Gesprächsanalytische Untersuchung einer interkulturellen Diskussionssendung in Montreal, Quebec, Kanada; Betreuer: Prof. Dr. J. Müller-Lancé)
Tilmann Schröder
Kommunikative Strategien in der Außendarstellung von Fluggesellschaften - Ein interkulturell - werbesprachlicher Vergleich von Texten der Online-Unternehmenskommunikation
Caroline Stock
Lesen in der Fremdsprache Französisch
Verarbeitungsebenen beim Lesen in Mutter- und Fremdsprache
Kontrastive Beschreibung der morphologischen und syntaktischen Strukturen des Deutschen und Französischen
Textverstehen auf Satzebene: Auswahl sprachlicher cues durch den Leser
Aspekte einer fremdsprachlichen Lesedidaktik



