Romanisches Seminar - Profil
Das Romanische Seminar der Universität Mannheim ist von der Personaldecke her eines der mittelgroßen romanistischen Institute in Deutschland. Dass dieses Institut trotzdem so erfolgreich arbeitet (nachgewiesen z.B. im CHE-Ranking 2007, wo in den Lehramtsstudiengängen deutschlandweit nur die Romanistiken in Mannheim und Saarbrücken in allen vier Kategorien die Bestbewertung erhielten), liegt zum einen an der sehr guten Betreuungsrelation von Lehrenden und Studierenden und zum anderen an seiner klaren inhaltlichen Profilierung:
- Konzentration auf die drei Sprachen Französisch, Spanisch und Italienisch
- Konzentration auf die Gegenwartsepoche und die kulturwissenschaftliche Perspektive
- Einbeziehung medienwissenschaftlicher Aspekte sowohl in der Sprach- als auch in der Literaturwissenschaft
Innovativ ist das Institut nicht nur in seinen Inhalten, sondern auch in seinem Aufbau: Es verzichtet seit 2009 auf die traditionelle Parzellierung in Lehrstühle und setzt dem eine Abteilungsstruktur entgegen, die die interne Zusammenarbeit fördert:

Schwerpunkte in Forschung und Lehre
Forschung und Lehre bedingen sich am Romanischen Seminar gegenseitig – entsprechend finden sich z.B. speziellere Forschungsschwerpunkte einzelner ProfessorInnen auch direkt in den Themenmodulen der Master-Studiengänge wieder (z.B. „Mehrsprachigkeit“ oder „Medientextsorten“ im Master Sprache und Kommunikation).
Generell sind Forschung und Lehre am Romanischen Seminar durch die kulturwissenschaftliche Einbettung und die Berücksichtigung von medienwissenschaftlichen Aspekten gekennzeichnet. Geht es also z.B. um französische Sprache und Literatur, dann wird sie in Bezug auf Frankreich, Kanada, Afrika etc. gelehrt, und es wird dabei immer auch der mediale Transfer mitbedacht (Buch – Theaterstück – Film etc; gesprochene vs. geschriebene Sprache, Sprache in Presse, TV, Internet etc.). Es werden sowohl die Produktions- als auch die Rezeptionsseite von Sprache und Literatur („Wirkungsästhetik“) behandelt. Im Vordergrund steht die Gegenwartsepoche. Das Verstehen der Besonderheiten der Gegenwartsepoche schließt allerdings auch die Kenntnis älterer Stufen mit ein (z.B. Entwicklung von Textsorten und Mediensystemen, Sprachwandelphänomene). Der andernorts übliche gezielte Unterricht in älteren Sprachstufen und Literaturen („Altfranzösisch“, „Altspanisch“ etc.) findet jedoch am Romanischen Seminar in Mannheim nicht statt.
Zu genaueren Details bezüglich Forschung und Lehre vergleichen Sie bitte die entsprechenden Seiten der beiden Abteilungen, Literatur- und Medienwissenschaft und Sprach- und Medienwissenschaft.
Das Romanische Seminar hat (wie die gesamte Philosphische Fakultät in Mannheim) schon sehr früh auf gestufte und fächerübergreifende Studiengänge gesetzt. Besonders innovativ war der Studiengang Diplomphilologie mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt, der nun im Bachelor Kultur und Wirtschaft seine Fortsetzung findet. Daneben wird ein Bachelor in Französistik, Italianistik und Hispanistik angeboten, der seine Schwerpunkte eher im medien- und kulturwissenschaftlichen Bereich hat. Unser dritter grundständiger Studiengang ist das Lehramt für Gymnasien (Französisch, Spanisch, Italienisch) – hier gibt allerdings das Kultusministerium die Studieninhalte weitgehend vor. In allen genannten Studiengängen besteht die Möglichkeit, Veranstaltungen in Verbindung mit weiteren Fächern der Philosophischen Fakultät (Anglistik/Amerikanistik, Germanistik, Geschichte, Philosophie, Medien- und Kommunikationswissenschaft) zu belegen. Als Wahlfach können romanistische Fächer schließlich auch im Rahmen eines Wirtschaftspädagogik-Studiums (BA und Master) oder aber eines Master-Studiums BWL-Management studiert werden.
Wer ein romanistisches BA-Studium mit gutem Erfolg abgeschlossen hat, dem stehen seit Herbst 2009 drei fächerübergreifende Master-Studiengänge an der Philosophischen Fakultät zur Verfügung: ein Master Sprache und Kommunikation, ein Master Literatur der Moderne und ein Master Kultur und Wirtschaft.
Zu genaueren Details bezüglich der Studiengänge vergleichen Sie bitte die Rubrik „Studium“.



