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Digilog(at)bw – Digitalisierung im Dialog

Der interdisziplinäre Forschungs­verbund Digilog(at)bw untersucht den Einfluss der Digitalisierung auf den Menschen und die daraus resultierenden gesellschaft­lichen Veränderungen. Ziel ist es, verbesserte Grundlagen dafür zu schaffen, den digitalen Wandel technisch und politisch positiv zum Wohl des Menschen zu gestalten. Projekt­partner aus den Geistes-, Sozial-, Rechts-, Wirtschafts-, Medien- und Kommunikations­wissenschaften kooperieren dazu in drei Bereichen, die sich mit zentralen Themen der Digitalisierung jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven beschäftigen: Autonomie, Wissen und Partizipation.

Im linguistischen Teil­projekt arbeiten der Lehr­stuhl Germanistische Linguistik (Prof. Angelika Storrer)und das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) gemeinsam an den Chancen und Herausforderungen digitaler Kommunikation im Social Web. Zu den Chancen gehören neue Formen der Partizipation, z.B. durch den gemeinsamen Aufbau von Wissensressourcen (z.B. Wikipedia) und durch die Teilhabe an öffentlichen Diskursen (z.B. Twitter). Mit dem Gewinn an Partizipations­möglichkeiten gehen aber auch Phänomene wie Des­information und Verzerrung, Propaganda, Diskriminierung von Minderheiten, Hassrede und Mobbing einher. Diese sind zwar nicht neu, erhalten aber durch die Schnelligkeit der Verbreitung in der vernetzten, automatisierten Internetkommunikation, in der viele im Schutz von Anonymität und Pseudonymität (inter-)agieren, eine eigenständige Prägung. Das Projekt möchte dazu beitragen, die mit diesen Phänomenen verbundenen Herausforderungen besser zu verstehen und Lösungs­ansätze zu entwickeln.

Das Team am Lehr­stuhl für Germanistische Linguistik arbeitet schwerpunktmäßig zu interaktiven Aushandlung von Glaubwürdigkeit und zu Leitlinien der Qualitäts­bewertung und Qualitätssicherung. Dabei werden Theorien und Methoden aus Diskurslinguistik, Interaktions­linguistik und Korpuslinguistik kombiniert.

Digilog(at)bw – Digitalisierung im Dialog