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Projekt MIT.Qualität

Wie misst man Textqualität im digitalen Zeitalter? MIT.Qualität

Angelika Storrer (Uni Mannheim), Andrea Abel (EURAC Bozen), Carolin Müller-Spitzer (IDS Mannheim), Aivars Glaznieks(EURAC Bozen), Maja Linthe (Uni Mannheim), Sascha Wolfer (IDS Mannheim) 

Es ist unübersehbar, dass die Schreibprodukte in sozialen Netzwerken nicht immer den normativen Erwartungen entsprechen, die man an redigierte Texte in der Presse, der Wissenschaft oder der Belletristik heranträgt. Es stellt sich deshalb die Frage, wie sich dies langfristig auf unsere Schriftsprache im Allgemeinen und auf die Qualität von Texten der „digital natives“ im Besonderen auswirken wird. Empirische Untersuchungen zu dieser Frage, die die Debatte versachlichen könnten, gibt es bisher nur wenige. Das Projekt MIT.Qualität möchte ein Modell entwickeln, das verschiedene Dimensionen von Textqualität erfasst und auch Qualitätsaspekte berücksichtigt, die für das vernetzte, multimodale und dialogische Kommunizieren in sozialen Netzwerken erforderlich sind. Mit Messmethoden für ausgewählte Qualitätsdimensionen, wie z.B. für die Qualitätsdimension „Kohärenz“, wird in kleinen Fall­studien untersucht, ob und wie sich das häufige Lesen und Schreiben kurzer, in Dialoge eingebundener Botschaften auf die Kompetenz zum Planen und Verfassen monologischer, längerer Schrifttexte auswirkt. Dazu werden digitale Sammlungen (Korpora) von Lernertexten und Webgenres mit korpuslinguistischen Methoden aufbereitet und ausgewertet, aber auch neue Methoden (z.B. Crowd Sourcing und Data Mining) genutzt.

Förderung

Das Projekt wird seit Dezember 2017 als Kooperations­projekt der Universität Mannheim, des IDS und der EURAC Research in Bozen im Rahmen der Ausschreibung „Originalitätsverdacht. Neue Optionen für die Geistes- und Kultur­wissenschaften“ der Volkswagen-Stiftung gefördert.

Projektverlauf

Eine erste Projektvorstellung gab es auf der Postermesse der IDS-Jahrestagung 2018 (Poster).

Im Rahmen des Expertenworkshops im Juni 2018 wurde sowohl mit Sprach­wissenschaft­lerinnen und Sprach­wissenschaft­lernals auch mit Social-Media-Expertinnen und Experten über das Thema Textqualität diskutiert. Dabei ging es auch darum, Feedback zu den ersten Projektergebnissen einzuholen.

Einen Vortrag zum Thema „Wie misst man Textqualität im digitalen Zeitalter? Neue Fragen – neues Methodenspektrum“hielten Angelika Storrer und Andrea Abel am 12.09.2018 bei der GAL 2018 an der Universität Duisburg-Essen.

Im November 2018 präsentierten Maja Linthe, Aivars Glaznieks und Jennifer Frey Teile des Projekts unter dem Titel „Measuring text quality in the digital age: The Project “MIT.Qualität” beim 1st Literacy Summit in Porto. Link zum Programm (pdf).

Ende Januar 2019 trafen sich alle Kooperations­partner zur Projekt- und Ergebnisbesprechung in München.

MIT.Blog

im Projektblog werden sowohl wissenschaft­liche als auch praxisnahe Themen zur Textqualität von Internettexten behandelt

Publikation