Lehre

Hinweise zu Prüfungen und wissenschaft­lichen Arbeiten am LS Philosphie II

Hier finden Sie Informationen, die hauptsächlich für Studierende und Doktoranden gedacht sind. Die Betreuung bei Formalia/Anmeldungs­beratung liegt bei Herrn Martin Brecher.


    Wissenschaft­liche Arbeiten

  • Betreuung

    Eine schriftliche Arbeit muss unverkennbar Ihre Leistung sein und darf daher nur begrenzt betreut werden. Bei Hausarbeiten ist die Betreuung optional, bei Abschlussarbeiten sind die Schritte 1) und 2) verbindlich.

    • 1) Die Betreuung beginnt mit einem Sprechstundengespräch zwecks Themenfestlegung und grober Gliederung.
    • 2) In einem weiteren Gespräch wird eine schriftliche Gliederung und eine bis zu zwei Seiten umfassende Zusammenfassung des intendierten Projekts besprochen, die mindestens eine Woche vor der Besprechung schriftlich per Mail vorgelegt wurden. (Bei Hausarbeiten optional. Hier endet die Betreuung von Hausarbeiten bis auf gelegentliche Rückfragen bei Problemen. Eine Überarbeitung von Hausarbeiten nach der Abgabe kommt nur in Frage, wenn Sie durchgefallen sind).
    • 3) In diesem Gespräch werden Sie einem Betreuer aus dem Lehr­stuhl­team zugeordnet. An den können Sie sich bis zur Abgabe der Arbeit mit Rückfragen wenden, wobei der Betreuer aber keinesfalls Texte von Ihnen lesen und korrigieren (Ausnahme siehe 5.) wird. Wenn die Fragen überhandnehmen oder ausufern, wird Sie der Betreuer darauf hinweisen.
    • 4) Jeder Student erhält die Möglichkeit, sein Projekt oder relevante Vorüberlegungen oder Literatur zum Projekt im Oberseminar zur Diskussion zu stellen. (Eine schriftliche Ausarbeitung des Referats nach der Sitzung ist nicht vorgesehen.).
    • 5) Einen Textauszug von maximal sechs Seiten (am besten Seiten, wo Sie inhaltlich bei der Arbeit sind und man sehen kann, ob Sie gründlich genug analysieren) können Sie mindestens vier Wochen bevor Sie einreichen bei Ihrem Betreuer vorlegen, worauf dieser Feedback gibt.
  • Richtlinien für die Abgabe

    • Hausarbeiten sind ausgedruckt im Sekretariat des Lehr­stuhls abzugeben.
    • Abschlussarbeiten sind ausgedruckt im Studien­büro abzugeben.
    • Eine Worddatei per E-Mail an den Dozenten senden
    • Auf der Titelseite muss neben dem Namen unbedingt auch der Studien­gang, die Fach­semesterzahl und eine E-Mail-Adresse angegeben werden.
    • Abstracts zu Hausarbeiten: 
      Bitte bis 4 Wochen vor Abgabetermin schicken.
    • Unterschriften in der vorlesungs­freien Zeit: 
      Bitte planen Sie Abwesenheiten des Personals durch genügend Vorlauf ein. Im August möglichst keine Anfragen stellen.
    • Referate und Mündliches werden bei Master­studierenden anspruchsvoller  bewertet.
  • Orientierungs­hilfe beim Schreiben

    Präzises und strukturiertes Argumentieren, verständliches Schreiben, richtiges Interpretieren und rhetorische Prägnanz werden fächen­übergreifend benötigt, insbesondere aber in der Philosophie. Oftmals werden diese Inhalte im Studium verlangt, aber nicht vermittelt.

    Hier finden Sie einige Praxistipps und Hilfestellungen zum Thema strukturiertes Lesen und Schreiben (Kapitel 1), Definitionen und Erläuterungen (Kapitel 2) und Textargumentation (Kapitel 3) und Referat und Diskussion (Kapitel 4).

  • Erwartungen an eine Abschlussarbeit

    (Gilt für BA, MA und Zulassungs­arbeiten)

    • Diese sind vergleichbar mit einem Gesellenstück beim Handwerker, es gilt zu demonstrieren, dass man die Techniken zur Erstellung eines Textes beherrscht.
    • Die Textanalyse (vgl. „interne Textkritik im Text “Orientierungs­hilfen beim Schreiben und Interpretieren“ auf der Homepage) im Hinblick auf eine klare Sachfrage, die sich nicht auf einen Überblick über die Thematik oder auf eine eigene geniale Idee bezieht, sondern, die ein konkretes Problem analytisch genau darstellt (samt der Literatur­lage dazu) und auch externe Fragen nach Wahrheit oder Plausibilität aufgreift. (Faustregel: 2/3 Rekonstruktion 1/3 eigene Bewertung).
    • Besonders wichtig: einen klaren roten Faden legen und keine Selbstwidersprüche fabrizieren.
    • Insbesondere für sehr gute Arbeiten ist eine eigenständige Gedankenführung ein zusätzliches Erfordernis.
    • Zur Betreuung und Länge etc. vgl. andere Dokumente
  • Musterhausarbeiten

    Sehr gute und gute Hausarbeiten

    Befriedigende und schlechtere Hausarbeiten


Selbststudium

Einige Studierende haben im Verlauf des Studiums erkannt, dass es nicht ausreicht, einfach die angebotenen Veranstaltungen zu besuchen, quasi zu essen, was auf den Tisch kommt, um satt zu werden.

Um ein Lehr­angebot zu entwerfen, das nahtlos  Lücken eliminiert, wäre eine totale Verschulung des Studiums nötig und die damit verbundene Mentalität, selbst nicht aktiv zu werden, ist gerade nicht unser Ideal. Stattdessen halten wir am Bild des eigen­verantwortlichen und engagierten Studierenden („Humboldts Geist“) fest. D.h. ohne Bücher im Selbststudium zur Hand zu nehmen, ohne studentische Diskussionsgruppen zu gründen, wird ein  bestimmter Grad des Erfolgs ausbleiben. Philosophie passt nur bedingt zur ETCS Mentalität von Bologna.

Gerade Master­studierende im Fasttrack haben hier Probleme. Vielleicht ist es empfehlenswert, sich dann zu spezialisieren und sich im Bereich der praktischen Philosophie primär um normative Ethik und Wirtschafts­ethik zu kümmern, wozu folgende Quellen als Einstieg dienen können:

  • Ethik Einführungen:
    • Birnbacher D. „Analytische Einführung in die Ethik“, Berlin.
    • Kutschera F.v. „Grundlagen der Ethik“, Berlin.
  • Normative Ethik:
    • Kagan S. „Normative Ethics“
    • Steenblock V. (Hg.) „Kolleg Praktische Philosophie“ (2. Bd.), Stuttgart.
  • Wirtschafts­ethik:
    • Homann K./Blome-Drees F. „Wirtschafts- und Unternehmens­ethik“, UTB.
    • Gesang B. „Wirtschafts­ethik und Menschenrechte“, UTB.
    • Ulrich P. „Integrative Wirtschafts­ethik“, Bern.