Augustinus-Darstellungen als Formen spätantiker und postkolonialer Wissensproduktion DFG-Projekt (seit November 2016)

Prof. Dr. Anja Bettenworth – Universität zu Köln (Projektleiterin Klassische Philologie)
Prof. Dr. Claudia Gronemann – Universität Mannheim (Projektleiterin Romanistik)

Das interdisziplinäre Projekt setzt sich aus einer doppelten, der klassisch philologischen und der neuphilologisch-kultur­wissenschaft­lichen Perspektive mit der bislang nicht adäquat gewürdigten spätantiken Augustinus-Vita des Possidius aus dem Jahr 431 und der aktuellen literarischen Produktion zu Augustinus im Maghreb auseinander. Den Ausgangspunkt hierfür bildet die Frage nach der Verortung der jeweiligen Darstellung im kulturellen Diskurs der Epoche, d.h. sowohl in der Spätantike als auch in der Gegenwart. Das Projekt zielt darauf ab, im Zusammenhang mit einer philologischen Bearbeitung des Korpus‘ die mit den Bezugnahmen auf Augustinus sowie dessen Werke verbundenen diskursiven Strategien zu analysieren und ihre historische und kulturelle Funktion für die Gegenwart des Schreibers zu ergründen. Das Projekt versteht sich als Ausgangspunkt für eine umfassende systematische Erschließung der nordafrikanischen Rezeption der Antike. Es beinhaltet drei monographische Studien (s. beteiligte ForscherInnen).