Mannheim und der Südwesten

Stadt-, Regional- und Landes­geschichte

Einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit am Lehr­stuhl macht seit seiner Einrichtung die Region und macht insbesondere die Stadt da draußen vor den Institutstüren aus. Denn was wäre die Universität ohne das Mannheimer Barockschloss, in dem sie  beheimatet ist? Und was wäre ein Barockschloss ohne eine Frühneuzeitforschung, die sich dafür zuständig fühlt? In zahlreichen Kooperationen mit dem Stadtarchiv (MARCHIVUM), dem Mannheimer Altertumsverein und den Museen vor Ort arbeiten wir an diesem kulturellen Erbe.

Als ehemalige Residenzstadt hat Mannheim eine besondere Beziehung zur Kurpfalz – ein Territorium, dessen historische Ausdehnung sich über mehrere heutige Bundes­länder erstreckt. Auch zur kurpfälzischen Geschichte und zur Geschichte der Nachbarterritorien, etwa Badens, Württembergs oder des Fürstbistum Speyer, sind am oder im Umfeld des Lehr­stuhls Arbeiten entstanden – und entstehen immer neue. Insbesondere auch der wissenschaft­liche Nachwuchs hat die Region erfreulicherweise wieder für sich entdeckt. Ein größeres Projekt, das wir in den nächsten Jahren verfolgen wollen, ist allerdings eine Verwaltungs­geschichte der Kurpfalz von der Erbteilung von 1410 bis auf die Auflösung und den Übergang an Baden im Reichsdeputations­hauptschluss 1803.

 

Promotions­vorhaben

  • Mechthild Fischer, Französisch-deutscher Kulturtransfer auf der Bühne und zwischen Buchdeckeln: Drucker, Händler und Publikum im Mannheim des 18. Jahrhunderts (seit 2014, gefördert duch das Schillerhaus-Stipendium) » mehr
  • Sarah Pister, Stadtfremde in Mannheim: zur Aufnahme und Integration von In- und Ausländern in eine landes­herrliche Stadt des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts (seit 2017, gefördert durch die Landes­graduierten­förderung Baden-Württemberg) » mehr
  • Marco Wagner, Das Elementarschulwesen in der Kurpfalz, 1556-1803 (gefördert von der Konrad-Adenauer-Stiftung, 2017 abgeschlossen) » mehr

Qualifikations­arbeiten

  • Benedikt Kessler, Die Mannheimer Schifferzunft: eine Rekonstruktion anhand der Zunftordnung von 1730 und der Zunftprotokolle von 1774 bis 1776 (BA, 2020).
  • Lena Liznerski, Reallohn und Lebensstandard in Speyer in der Frühen Neuzeit: städtische Lebenshaltung anhand von Rechnungen der Elendsherberge, 1548-1605 (MA, 2020).
  • Daniel Iavacoli, Zwischen alter und neuer Heimat: Erlebnisse einer Mannheimer Auswandererfamilie in Nordamerika, 1848-1863 (BA, 2020).
  • Marcel Ley, Das Inventar der Schatzkammer in Mannheim, 1733: Transkription und Kommentar (BA, 2019).
  • Emily Kühbauch, Mannheimer Fleischtaxen, 1790-1818: anhand der „Mannheimer Intelligenzblätter“ (BA, 2019).
  • Hendrik Cwielong, Brot, Weck und Korn: die Getreide- und Brotpreise in Neustadt an der Weinstraße, 1700-1732 (BA, 2019).
  • Nicolas Weicker, Gerichtsprotokolle im Neckerauer Dorfbuch (BA, 2019).
  • Katharina Ganz, Die Weinstraßen-Jubiläen: über den Umgang mit Nazi-Monumenten am Beispiel der Deutschen Weinstraße (BEd, 2019).
  • Nicole Seitz, Gute Policey in einer schwäbischen Kleinstadt: die Gemeindeordnung von Bissingen ob Lohn, 1603 (BA, 2018).
  • Kira Keßler, Frau Natters Salon: eine Studie zur bürgerlichen Objektkultur anhand der Mannheimer Verlassenschafts­akten(MA, 2018; ausgezeichnet mit dem Franz-Schnabel-Preis des Mannheimer Altertumsvereins).
  • Laura Wiedebusch, Gymnasial­unterricht im Zeitalter der Aufklärung: die Ulmer Schulordnung von 1740 nach der Handschrift AV 1026der Stadtbibliothek Ulm (Staats­examen, 2018).
  • Sarah Pister, Mannheimer Fremdenlisten: Aufbereitung und Auswertung der in Mannheim ankommenden und durchreisenden Fremden anhand des „Mannheimer Intelligenzblattes“ (MA, 2017; ausgezeichnet mit einem Preis der Stiftung Kommunikations- und Medien­wissenschaften).
  • Miriam Erb, Aufgeklärtes und romantisches Reisen: Mannheim als Reiseort im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert (MA, 2018).
  • Max Piechotta, Der Verein zur Darstellung der deutschen Sozialgeschichte e.V. und das TECHNOSEUM: Vorgeschichte und Konsolidierung (MA, 2017).
  • Martin Hollmann, Tagebuch und Briefwechsel des Johannes Brendell (Heidelberg, Universitäts­bibliothek, Cod. pal. germ. 791) (BA, 2016).
  • Rebekka Reinhuber, Archivalische Quellen zur Personengeschichte von Schwäbisch Hall im 15. bis 17. Jahrhundert: eine Sichtung der reichsstädtischen Bestände im Stadtarchiv (Staats­examen, 2016).
  • Lucia Taglieber, Frauenheilkunde im 18. Jahrhundert: gynäkologische Literatur in der Bibliothek des Vereins für Naturkunde und der ehemaligen Geburtshelferinnenschule Mannheim (MA, 2016).
  • Benedikta Stöcklein, Mannheims große Zeit: eine Marketingstudie zum touristischen Potenzial der „Carl-Theodor-Zeit“ (MA, 2015).
  • Thomas Mohr, Hexenprozesse vor dem Reichskammergericht in Speyer (Staats­examen, 2015).
  • Maximilian Scheler, Die Gebetssammelhandschrift des Johannes Houwenschilt (Stuttgart, Württembergische Landes­bibliothek, Cod. brev. 108): Messvorbereitungs- und Kommunionsgebete im Spiegel spätmittelalterlicher Frömmigkeit. Edition und Analyse (MEd, 2015).

Beachten Sie auch unsere Transfer­projekte

Foto: Hiram Kümper
Mannheim Siebzehneinhalb
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Geschichte vor Ort
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Mannheimer Antikensaal