Hanna Poloschek
Wissenschaftliche Mitarbeiterin · Doktorandin
Adresse
Universität Mannheim
Philosophische Fakultät
Seminar für Deutsche Philologie
L 10, 11–12, Raum 110
68161 Mannheim
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Dissertationsthema
Verschwörungstheorien. Sprachliche Muster ihrer Plausibilisierung (Arbeitstitel)
Das Dissertationsprojekt stellt im Kontext der noch jungen linguistischen Erforschung von Verschwörungstheorien deren Plausibilität durch argumentative Strukturen in den Vordergrund des Erkenntnisinteresses. Verschwörungstheorien, im Anschluss an wissenssoziologische Forschung verstanden als spezifische Wissensbestände, stellen in heutigen gesellschaftlichen Zusammenhängen qua definitionem nicht anerkannte Wissensbestände dar. Dass sie gleichwohl Potential zur Plausibilität haben, zeigen u. a. die Wahlerfolge populistischer bis (rechts-)extremer politischer Gruppen, in Deutschland insbesondere der in Teilen gesichert rechtsextrem eingestuften Partei AfD, in deren politischer kommunikativer Strategie der Einsatz verschwörungstheoretischer Argumentation regelmäßig zum Tragen kommt (vgl. u. a. Römer/Stumpf 2019, Stumpf 2020). Die Regelmäßigkeit und Musterhaftigkeit solcher Topoi lässt sich als topologische Diskursformation (im Anschluss an Römer 2017) empirisch nachweisen. Im Rahmen der Dissertation werden verschiedene inhaltlich definierte Verschwörungstheorien mithilfe einer linguistischen Toposanalyse auf ihre spezifischen argumentativen Strukturen hin untersucht und vergleichend übergreifende Muster herausgearbeitet, die der Plausibilisierung dienen. Als Datengrundlage dient das im DFG-Projekt „Sprache in Verschwörungstheorien“ erarbeitete Verschwörungstheorien-Referenzkorpus (VerReKo).
Curriculum Vitæ
- seit 05/
2026: wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Germanistische Linguistik, Universität Mannheim - seit 04/
2023: Promotionsstudium bei Prof. Römer mit einem Promotionsprojekt zu „Verschwörungstheorien. Sprachliche Muster ihrer Plausibilisierung“ (Arbeitstitel) - 2023–2026: wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Sprache in Verschwörungstheorien“, Universität Kassel
- 2019–2023: Masterstudium der Germanistik, Universität Kassel
- Masterarbeit zu Begriff und Phänomen Verschwörungstheorie
- 2014–2019: Bachelorstudium der Germanistik und französischen Romanistik, Universität Kassel
- Bachelorarbeit zu Wissen im documenta-Diskurs
- 2017–2023: Mitarbeit am Forschungsprojekt „Reden über Kunst“, Universität Kassel
- 2017–2021: Tutorien am FB 02 (Prof. Dr. Andreas Gardt, Prof. Dr. Stefanie Kreuzer, Prof. Dr. Michael Mecklenburg, Dr. Susanne Schul, Prof. Dr. Franziska Sick), Universität Kassel
- 2016–2023: studentische Hilfskrafttätigkeiten
- LOEWE-Schwerpunkt „Tier-Mensch-Gesellschaft“, Universität Kassel, Dr. Kölczer
- Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Prof. Dr. Gardt
- Bibliothek der Universität Kassel
- Dekanat des Fachbereichs Geistes- und Kulturwissenschaften (Koordinatorin des Masternetzwerks), Universität Kassel
- Fachgebiet Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Institut für Germanistik, Universität Kassel, Dr. Meywirth
- Fachgebiet Semantik und Lexikologie des Neuhochdeutschen, Institut für Germanistik, Universität Kassel, Prof. Dr. Römer
Mitgliedschaften
- AG Sprache in der Politik
- Promotionskolleg GeKKo der Universität Kassel
- seit 05/