Antike Umweltgeschichte und Wirtschafts­ökologie

Wie organisierten die Gesellschaften des Mittelmeerraums in der Antike ihre Landwirtschaft? Welche Rolle spielten zwischenstaatliche Verträge bei der Aufteilung und Nutzung natürlicher und tierischer Ressourcen? Solche und ähnliche Fragen stehen im Zentrum der Forschungen zur anti­ken Umweltgeschichte und Wirtschafts­ökologie. Die bisherigen Arbeiten befassen sich unter anderem mit der Agrarpolitik der Gracchen, der interkulturellen Bedeutung von Tierhäuten, den Grenzinfrastrukturen in Gebirgsräumen sowie der Schaf- und Ziegenzucht in der Polis Aigai. Aus der Verbindung dieser unter­schiedlichen Ansätze ergibt sich ein facettenreiches Bild anti­ker Mensch-Umwelt-Beziehungen.

 

Innenbild einer attischen Trinkschale des Töpfers Nikosthenes aus dem sechsten Jh. v. Chr. mit Darstellungen von pflügenden Bauern, Sämann, Jägern und verschiedenen Tieren (aus E. Gerhard, Trinkschalen und Gefässe des Königlichen Museums zu Berlin; und anderen Sammlungen, Bd. II, Berlin 1850, Taf. I, Nr. 1).