Lehr­stuhl für Alte Geschichte

Gegenstand der Alten Geschichte ist die griechisch-römische Mittelmeerwelt von der mykenischen Epoche bis in die Spätantike, wobei die chronologischen und geographischen Grenzen des Fachs nicht fix sind, sondern von den kulturellen und politischen Gegebenheiten abhängen: So werden von der Alten Geschichte auch die Juden im Hellenismus und der römischen Kaiserzeit, das römische Britannien oder der östliche Mittelmeerraum in frühbyzantinischer Zeit behandelt.

In Mannheim wird die Alte Geschichte in ihrer gesamten Breite erforscht und gelehrt; besonders verpflichtet fühlt man sich einer Geschichts­wissenschaft, die eine theoriegeleitete Entwicklung historischer Fragestellungen mit einer sorgfältigen Quellenanalyse verbindet. Forschungs­schwerpunkte bilden die Kulturkontakte in der antiken Welt, politische Kulturen in Griechenland und Rom und der antike Sport in seiner gesellschaft­lichen Einbettung.

Lehr­stuhl­inhaber: Prof. Dr. Christian Mann


Neuigkeiten:

„Database of Hellenistic Athletes“ unter neuer Adresse

Die Agonen Datenbank „Database of Hellenistic Athletes“ ist im Zuge der Neugestaltung der Homepageseiten der „Mannheimer Forschungen zum Antiken Sport“ umgezogen. Sie ist nun aufrufbar auf der Datenbank-Seite oder direkt unter der neuen Adresse: http://athletes.geschichte.uni-mannheim.de.

September 2020

  • „Pferderennen in globalgeschichtlicher Perspektive“ - Beiträge der Mannheimer Tagung erschienen

    Im Juni 2017 fand an der Universität Mannheim eine Tagung zur Geschichte von Pferderennen von der Antike bis heute statt. Die Beiträge sind jetzt als Sonderband des „International Journal of the History of Sport“ erschienen (https://www.tandfonline.com/toc/fhsp20/37/3-4). Sie machen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den einzelnen Pferdesportkulturen sichtbar und erklären diese vor dem spezifischen kulturellen Hintergrund.

    August 2020

  • Neue Forschungs­ansätze zur makedonischen Eroberung des Perserreiches

    Alexander III. von Makedonien, der Nachwelt bekannt als Alexander „der Große“, eroberte mit einer verhältnismäßig kleinen Armee in knapp zehn Jahren das Perserreich, eins der größten Reiche der antiken Welt. Hiermit begründete er für mehrere Jahrhunderte die griechisch-makedonische Herrschaft über den größten Teil Asiens, soweit es den Griechen bekannt war, sowie Ägypten.

    Die Geschwindigkeit dieser dauerhaften Eroberung zu erklären, bleibt eins der schwierigsten Probleme der Alten Geschichte. Der neue Sammelband „The Legitimation of Conquest. Monarchical Representation and the Art of Government in the Empire of Alexander the Great” unter Mitherausgeberschaft von Dr. Alexander Meeus versucht hier neue Lösungs­ansätze zu bieten. Mehrere Legitimations­strategien, die Alexander und sein Stab in Bezug auf unterschiedliche Untertanengruppen angewandt haben, werden anhand von Max Webers Herrschafts­soziologie einer systematischen Analyse unterzogen.

    Zu den internationalen Experten und Expertinnen, die die Beiträge geschrieben haben, gehören auch Prof. Dr. Christian Mann und Dr. Alexander Meeus.

    August 2020

  • Zum Ende der athenischen Demokratie

    Nach dem Ende des Kalten Krieges herrschte allenthalben die Meinung vor, die Demokratie werde sich früher oder später in allen Staaten als Regierungs­form durchsetzen. Diese Annahme hat sich als falsch erwiesen, gerade in den letzten Jahren hat in vielen Ländern ein Rückbau demokratischer Institutionen stattgefunden und Parteien, deren Treue zur Demokratie zumindest zweifelhaft ist, haben an Bedeutung gewonnen. Einen geschichts­wissenschaft­lichen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Gefährdung der Demokratie leistet ein neuer Sammelband: Anhand von Beispielen aus verschiedenen Jahrhunderten und Kontinenten wird untersucht, unter welchen Bedingungen und aus welchen Gründen demokratische Ordnungen kollabierten. Christian Mann analysiert in seinem Beitrag „Die athenische Demokratie, ihre Stärke und ihr(e) Ende(n)“ die antiken Diskussionen über die Widerstandskraft von Demokratien sowie die Ursachen des oligarchischen Umsturzes von 411 v. Chr.

    Juni 2020


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