Tagung: Migrations­onomastik

Organisation Dr. Anne Rosar mit Dr. Theresa Schweden (Mainz) in Kooperation mit dem Digitalen Familiennamenwörterbuch Deutschlands, einem Projekt der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

Wir laden zur 10. Mainzer Namentagung „Migrations­onomastik“ in der Akademie der Wissenschaften ein. Ziel ist, Anthroponyme in Verbindung mit Sprach­biografien und Migrations­prozessen zu unter­suchen.

Fragestellungen in Verbindung mit Migration haben sich in den letzten Jahren zunehmend als linguistisches Forschungs­feld etabliert. Dabei stehen Mehrsprach­igkeit, Variation und Sprach­kontakt im Zentrum. Bisher unberücksichtigt blieben jedoch Personennamen, obwohl ihnen bei Migrations­prozessen eine zentrale Rolle zukommt: Im Rahmen von Migration werden Ruf- und/oder Familiennamen beibehalten, angepasst oder abgelegt. So erzählen Namen individuelle oder gruppen­spezifische Zuwanderungs­geschichten. Anthroponyme können Marker für Migration sein und so zu Stereotypisierungen oder Diskriminierung führen, z. B. auf dem Arbeits­markt oder bei der Wohnungs­suche.

Die Tagung greift Ergebnisse und Forschungs­perspektiven des internationalen Workshops „Personennamen in Migration“ auf, der 2023 an der Universität Münster stattfand. Ziel ist die Auseinandersetzung insbesondere mit grammatischen Anpassungs­prozessen, der Trans­literation, der situativ-pragmatischen Variation oder dem Wechsel von Ruf-, Familien- bzw. Gesamtnamen.

Auf der Tagungs­website www.namenforschung.net finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung.