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Forschung

Der Forschungs­schwerpunkt liegt auf der Unter­suchung der Verwaltung lokaler Gemeinschaften in Europa während des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Wie ermöglichten es die Herrschafts­strukturen ländlicher Gemeinschaften die Landwirtschaft zu organisieren, Umweltressourcen zu erhalten, Recht und Ordnung aufrechtzuerhalten und komplexe Besitz­verhältnisse zu verwalten? Inwieweit schufen diese Strukturen Ungleichheiten beim Zugang zu politischer Macht und wirtschaft­lichen Ressourcen? Und wie wirkten sich der Niedergang der direkten Grundherrschaft und der Aufstieg des Staates auf die lokalen Regierungs­systeme aus? Durch einen interdisziplinären Ansatz mit quantitativen und qualitativen sozial­wissenschaft­lichen Methoden beantwortet er diese Fragen, indem er lange Reihen von Manuskriptquellen analysiert, um Gemeinschaften über die longue-durée zu unter­suchen.

Ein besonderes Interesse gilt auch der Berechnung langfristiger Lohnreihen für das spätmittelalterliche England, der Widerstands­fähigkeit von Gemeinschaften gegenüber den Krisen des frühen vierzehnten Jahrhunderts und dem Umgang mit streunenden Tieren.

Mittelalterliche Abbildung von zwei Dreschenden Personen.
(Real-)Löhne im Mittelalter

Unter­suchung der Löhne von Landarbeitern im spätmittelalterlichen England.

Ightham Mote, einem mittelalterlichen Herrenhaus in der UK.
Das Verhältnis zwischen Grundherren und Lehnsleuten im Mittelalter

Unter­suchung der Funktion der Grundherrschaft und der Rolle der Lehnsleute

Auszug eines mittelalterlichen Gerichtlichen Dokument eines Manor Courts.
Lokale Autorität und herrschaft­licher Amtsbesitz im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen England

Unter­suchung der Verwaltung lokaler Gemeinschaften