Alternative Medien, Alternative Normen?
Wie entstehen gesellschaftliche Gegenbewegungen – und welche Rolle spielen alternative Medien dabei? Das Projekt untersucht die Rolle alternativer Medien in der Entstehung oppositioneller Normen und gesellschaftlicher Polarisierung im Kontext der Klimakrise.

Während ein Großteil der Bevölkerung Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise unterstützt, gibt es zugleich gesellschaftliche Gruppen, die oppositionelle Normen des Maßnahmenwiderstands entwickeln – ähnlich wie zuletzt während der Covid-19-Pandemie. Das Projekt untersucht, welche Rolle alternative Medien bei der Entstehung solcher Normen spielen.
Die Studie verfolgt drei Ziele: Erstens soll die Verbreitung alternativer Mediennutzung und entsprechender Normen in der Bevölkerung beschrieben werden. Zweitens werden Unterschiede zwischen traditionellen und alternativen Medien in der Berichterstattung über Klimanormen analysiert. Drittens untersucht das Projekt den Zusammenhang zwischen Mediennutzung und der Entwicklung sozialer Normen im Kontext des Klimawandels.
Methodisch kombiniert die Studie eine dreiteilige Befragung in der Deutschschweiz mit einer manuellen und KI-gestützten Inhaltsanalyse deutschsprachiger Medien. Die Ergebnisse sollen neue Erkenntnisse zur Normbildung in Krisenzeiten liefern und zum Verständnis gesellschaftlicher Polarisierung beitragen.
- Laufzeit: 10/
2024 – 09/ 2027 - Förderinstitution: Schweizer Nationalfonds
- Team:
- Projektleitung: Prof Dr. Sarah Geber
- Projektmitarbeiterin: Dr. Janine N. Blessing
- Projektpartner:
Publikationen:
Geber, S. (2024). Unraveling the dark side of social norms – Toward a research agenda on the challenges of social norms in health communication. Health Communication, 39(12), 2955–2962. https://doi.org/10.1080/10410236.2023.2296190