Alternative Medien, Alternative Normen?

Wie entstehen gesellschaft­liche Gegenbewegungen – und welche Rolle spielen alternative Medien dabei? Das Projekt unter­sucht die Rolle alternativer Medien in der Entstehung oppositioneller Normen und gesellschaft­licher Polarisierung im Kontext der Klimakrise.

Während ein Großteil der Bevölkerung Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise unter­stützt, gibt es zugleich gesellschaft­liche Gruppen, die oppositionelle Normen des Maßnahmenwiderstands entwickeln – ähnlich wie zuletzt während der Covid-19-Pandemie. Das Projekt unter­sucht, welche Rolle alternative Medien bei der Entstehung solcher Normen spielen.

Die Studie verfolgt drei Ziele: Erstens soll die Verbreitung alternativer Mediennutzung und entsprechender Normen in der Bevölkerung beschrieben werden. Zweitens werden Unter­schiede zwischen traditionellen und alternativen Medien in der Bericht­erstattung über Klimanormen analysiert. Drittens unter­sucht das Projekt den Zusammenhang zwischen Mediennutzung und der Entwicklung sozialer Normen im Kontext des Klimawandels.

Methodisch kombiniert die Studie eine dreiteilige Befragung in der Deutschschweiz mit einer manuellen und KI-gestützten Inhaltsanalyse deutschsprach­iger Medien. Die Ergebnisse sollen neue Er­kenntnisse zur Normbildung in Krisenzeiten liefern und zum Verständnis gesellschaft­licher Polarisierung beitragen.



Publikationen:

Geber, S. (2024). Unraveling the dark side of social norms – Toward a research agenda on the challenges of social norms in health communication. Health Communication, 39(12), 2955–2962. https://doi.org/10.1080/10410236.2023.2296190