Moralische Panik als kommunikativer Frame: Dynamiken der Meinungsbildung zur Social Media-Regulierung
Wie prägt die mediale Debatte die öffentliche Meinungsbildung über ein mögliches Social Media-Verbot? Das Projekt untersucht den Einfluss moralischer Panik-Frames auf Wahrnehmungen, Einstellungen und Regulierungspräferenzen in Deutschland.

Ein mögliches Nutzungsverbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren findet breite Unterstützung, obwohl wissenschaftliche Befunde zu deren Wirkungen auf Heranwachsende uneindeutig sind. Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt, wie öffentliche Meinungen zur Regulierung sozialer Medien in Deutschland entstehen.
Theoretisch stützt sich das Vorhaben auf das Konzept der moralischen Panik und versteht dieses als spezifische Kombination aus Wirkungsannahmen über soziale Medien, normativ-emotionalen Bewertungen sowie daraus abgeleiteten Regulierungsforderungen. Methodisch kombiniert die Studie eine fortlaufende Inhaltsanalyse deutscher Leitmedien mit einer dreiwelligen bevölkerungsweiten Panelbefragung.
Ziel ist es, moralische Panik-Frames im Mediendiskurs zu identifizieren, ihre Wirkung auf Wahrnehmungen und Einstellungen der Bevölkerung zu untersuchen und ihren Einfluss auf Regulierungspräferenzen im Zeitverlauf zu analysieren.
- Laufzeit: 08/
2026 – 07/ 2029 - Förderinstitution: Deutsche Forschungsgemeinschaft
- Team:
- Projektleitung: Prof Dr. Sarah Geber