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Philosophie nach vier

Was rechtfertigt staatliche Strafen? Wann ist eine Maschine intelligent? Und wie könnte die Zukunft der Arbeit aussehen? Über diese und ähnliche Fragen diskutieren Studierende im philosophischen Feierabend-Podcast Philosophie nach vier.
Philosophie nach vier ist 2022 im Rahmen eines Projektseminars im Master „Kultur und Wirtschaft: Philosophie“ unter der Leitung von Prof. Andreas Cassee entstanden und kann in allen gängigen Apps abonniert werden:

Die Episoden im Über­blick

  • Episode 1: Verantwortung gegenüber unseren Eltern

    Ist Blut wirklich dicker als Wasser? Eric und Hannah diskutieren über Schuld, Verletzlichkeit und ihre ganz persönliche Beziehung zu ihren Eltern.

    Literatur­hinweis:

    • Bleisch, B. (2019): Warum wir unseren Eltern nichts schulden. München: Carl Hanser Verlag.
  • Episode 2: Die Würde des Menschen

    Was genau meinen wir eigentlich, wenn wir von der Würde des Menschen sprechen? Sophia und Dominique diskutieren über Instrumentalisierung, Demütigung und die Schwierigkeit, den Begriff der Menschenwürde genau zu fassen.

      Literatur­hinweise:

    • Episode 3: Strafen als notwendiges Übel

      Was rechtfertigt eigentlich unsere Praxis, Regelbrecher:innen absichtlich ein Übel zuzufügen, um sie zu bestrafen? Dominique und Aysina diskutieren über Prävention, Vergeltung und Reformen im Strafvollzug.

        Literatur­hinweise:

        • Bentham, J. (2007) [1780]: An Introduction to the Principles of Morals and Legislation. Mineola: Dover Publications. 
        • Feinberg, J. (1965): The Expressive Function of Punishment. The Monist 49 (3), S. 397–423.
        • Hoerster, N. (1974): Die philosophische Rechtfertigung staatlichen Strafens. Zeitschrift für philosophische Forschung 28 (3), S. 368–379.
        • Kant, I. (2012) [1785]: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Stuttgart: Reclam.
      • Episode 4: Das moralische Urteil

        Sind wir Menschen Vernunftwesen, oder lassen wir uns doch eher von unseren Gefühlen leiten, wenn wir im Alltag moralische Urteile fällen? Anna und Benedikt diskutieren über Rationalismus und Sentimentalismus in der Moralpsychologie.

          Literatur­hinweise:

          • Greene, J. (2008): The Secret Joke of Kant’s Soul. In: Moral Psychology Vol. 3, hg. von W. Sinnott-Armstrong. Cambridge, Mass.: MIT Press, S. 35–79.
          • Haidt, J. (2001): The Emotional Dog and Its Rational Tail: A Social Intuitionist Approach to Moral Judgment. Psychological Review 108 (4), S. 814–834.
          • Haidt, J. (2012): The Righteous Mind: Why Good People Are Divided by Politics and Religion. New York: Pantheon Books.
          • Schälike, J. (2018): Vernunft oder Gefühl? Was uns moralisch antreibt. In: Was treibt uns an? Motivation und Frustration aus Sicht der Hirnforschung, hg. von C. Gorr und M.C. Bauer. Berlin: Springer, S. 177–194.
        • Episode 5: Künstliche Intelligenz

          Was ist eigentlich das Kriterium dafür, ob eine Maschine intelligent ist? Aysina und Eric diskutieren über Chatbots, den Turing-Test und Searles Gedankenexperiment des Chinesischen Raums.

            Literatur­hinweise:

            • Bringsjord, S. und Govindarajulu, N.S. (2018): Artificial Intelligence. In: Stanford Encyclopedia of Philosophy, hg. von E.N. Zalta und U. Nodelman.
            • Cole, D. (2020): The Chinese Room Argument. E.N. Zalta (Ed.). In: Stanford Encyclopedia of Philosophy, hg. von E.N. Zalta und U. Nodelman.
            • Searle, J.R. (1980). Minds, brains, and programs. Behavioral and Brain Sciences 3 (3), S. 417–424.
            • Searle, J.R. (1990). Collective Intentions and Actions. In: Intentions in Communication, hg. von P.R. Cohen, J. Morgan und M. Pollack. Cambridge, Mass.: MIT Press, S. 401–415.
            • Stroß, P. (2022). Chatbot mit Gefühlen. Google-Entwickler schlägt Alarm – und wird beurlaubt. Kölner Stadt-Anzeiger, 14. Juni 2022.
          • Episode 6: Individuelle Verantwortung in der Klimakrise

            Schädigen wir durch unsere individuellen Klimaemissionen andere Menschen? Hannah und Sophia diskutieren über Klimaschäden, individuelle Beiträge und unsere persönlichen Handlungs­spielräume in der Klimakrise.

              Literatur­hinweise:

              • Broome, J. (2019): Against Denialism. The Monist102 (1), S. 110–129.
              • Gesang, B. (2020): Mit kühlem Kopf. Vom Nutzen der Philosophie für die Klimadebatte. München: Carl Hanser Verlag.
              • Sinnott-Armstrong, W. (2010): It’s Not My Fault. Global Warming and Individual Moral Obligations. In: Climate Ethics: Essential Readings, hg. von S.M. Gardiner et al. Oxford: Oxford University Press, S. 332–346.
            • Episode 7: Die Zukunft der Arbeit

              Wie könnte die Zukunft der Arbeit aussehen? Benedikt und Dominique diskutieren über historische Vorstellungen von Arbeit, die Verknüpfung von Arbeit und Lebens­unter­halt sowie das bedingungs­lose Grundeinkommen.

                Literatur­hinweise:

                • Werner, G.W., Eichhorn W. und Friedrich, L. (Hg.) (2012). Das Grundeinkommen. Würdigung – Wertungen – Wege. Karlsruhe: KIT Scientific Publishing.
                • Hobbes, T. (1966) [1651]. Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines kirchlichen und bürgerlichen Staates. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
                • Kocka, J. und Offe, C. (2000). Geschichte und Zukunft der Arbeit. Frankfurt a.M.: Campus.
                • Oexle, O.G. (2000). Die Gegenwart des Mittelalters. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
                • Rousseau, J.-J. (2012) [1768]. Ich sah eine andere Welt. Philosophische Briefe. München: Carl Hanser Verlag.