DE / EN

Projekte


Aktuelle Forschungs­projekte

Transformation der Gesellschaft zur Nachhaltigkeit

Mit kühlem Kopf. Über den Nutzen der Philosophie für die Klimadebatte. 
LS Philosophie II

 

Mind the Meaning

The Philosophy of Psychological Expressivism
LS Philosophie I
 

Die moralische Dimension doxastischer Normen

Die moralische Dimension doxastischer Normen
LS Philosophie I

 


Dissertations­projekte

  • Expression and Negation: An Expressivist Account of Disavowals

    Nadja-Mira Yolcu

    Betreuer: Prof. Dr. Wolfgang Freitag, Lehr­stuhl Philosophie I

    The dissertation project aims to develop an expressivist analysis of negative avowals. So far, expressivist theories (Wittgenstein 1953; Bar-On 2004, 2015; Finkelstein 2003; Freitag 2014, 2018) have focused on positive avowals. But negative avowals (disavowals), e.g., utterances of “I don’t hope that it is raining,” pose, or seem to pose, a serious problem to avowal expressivism. It is unclear what a speaker expresses with a negative avowal – how can one express the absence of a mental state? The purpose of the dissertation is to examine negative avowals. I will tentatively claim that, despite the mentioned problem, they can receive an expressivist analysis. I propose that disavowals constitute cases of expressive denegation. Thus, we can avoid a descriptivist backlash. An expressivist analysis of disavowals will, furthermore, contribute to a new understanding of various philosophical problems such as Moore’s paradox and suspension of belief.

    The dissertation was submitted in December 2022 and successfully defended in April 2024.

  • Scientific Observation in Perspective (working title)

    Lyu Xingyu

    Betreuer: Prof. Dr. Wolfgang Freitag, Lehr­stuhl Philosophie I

    The dissertation project aims to develop a perspectivist account of scientific observation. The observational ability of human observers has been profoundly enlarged and enhanced with the aid of sophisticatedly designed apparatus. Whether the observational results gained via the use of apparatus could be treated as the outcome of a simple continuum of human sensory perception or not, determines how we interpret observational results in science. I will respond to this question from a perspectivist viewpoint and will thus argue that there is no simple continuum thereof. The purpose of this dissertation is to develop a perspectivist theoretical framework with the aim of bridging the gap between the apparatus-based observation and human sense-based observation.

  • Wiedergutmachungen global agierender Unternehmen: Von der Pflicht, gerecht zu wirtschaften (Arbeits­titel)

    Sebastian Burger

    Betreuer: Prof. Dr. Bernward Gesang, Lehr­stuhl Philosophie II

    Das Promotions­projekt sieht sich als Beitrag einer praktisch orientierten Unternehmens­ethik, welche die Menschenrechte als zentrales, normatives Fundament betrachtet und die relative Verbesserung moralisch verwerflicher Zustände zum Ziel hat. Im ersten Schritt werden drei verschiedene Prinzipien der Verantwortungs­zuschreibung analysiert und diskutiert. Dazu gehören das Verursacher-, das Zahlungs­fähigkeits- und das Nutznießerprinzip. In einer globalisierten Wirtschaft scheint das in der Unternehmens­ethik dominante Verursacherprinzip an seine Grenzen zu stoßen. Daher muss dieses durch die beiden anderen Prinzipien ergänzt werden. Im zweiten Schritt werden die normativen Konsequenzen diskutiert: Welche Beseitigungs­verantwortung oder Wiedergutmachungs­pflichten haben global agierende Unternehmen, Menschenrechts­verletzungen zu verhindern, zu bekämpfen oder zu kompensieren? In einem dritten Schritt wird untersucht, was auf der Makro-, Meso- und Mikroebene der Wirtschafts­ethik geschehen muss, um Beseitigungs­verantwortung und Wiedergutmachungs­pflichten praktisch umzusetzen.

  • Wild Animal Suffering and Laissez-faire Intuition

    Beka Jalagania

    Supervisor: Prof. Dr. Bernward Gesang, Lehr­stuhl Philosophie II

    In his PhD thesis, Beka Jalagania addresses questions concerning the ethics of wild animal suffering. The thesis provides a comprehensive analysis of the view, called the Laissez-faire Intuition, that we are not required to assist wild animals. In contrast to this view, the thesis makes the case for assisting wild animals in their struggle to live lives free from suffering and provides a theoretical ground for an ethically justified intervention in nature.

  • Ausdrucksspiele. Der Ausdrucksbegriff in Wittgensteins Philosophie der Psychologie

    Maximilian Philipps

    Betreuer: Prof. Dr. Wolfgang Freitag, Lehr­stuhl Philosophie I

    Meine Dissertation befasst sich mit Wittgensteins Auseinandersetzung mit dem Ausdrücken mentaler Zustände  durch verbale und nonverbale Handlungen von Sprechern. Im Zentrum der Betrachtung stehen dabei Selbstzuschreibungen mentaler Zustände (eng. „avowals“) wie „Ich habe Schmerzen.“

    Ich teile die Ansicht, dass Wittgenstein mit seiner Analyse solcher Sätze als Wegbereiter eines psychologischen Expressivismus gelten kann, vertrete aber darüber hinaus die These, dass einige wichtige Leitmotive seines Spätwerks, wie die Un­möglichkeit einer privaten Sprache, das Problem des Regelfolgens oder das Phänomen des Aspektsehens in das Gesamtbild eine originär expressivistischen Wittgenstein-Interpretation integriert werden können.

    Hinsichtlich dieser vertrete ich den Standpunkt, dass Wittgenstein das Ausdrücken mentaler Zustände als ein Phänomen versteht, dessen Voraussetzung nicht das Vorliegen mentaler Zustände im Geist des Subjekts ist, sondern vielmehr das Vorliegen eines Ausdrucksspiels: Ein intersubjektiver Kontext, in welchem Handlungen erst ihre expressive Bedeutung erlangen und so zum adäquaten Vehikel für das Ausdrücken mentaler Zustände werden.


Abgeschlossene Projekte

Zukunftsanwälte

Wie kann man zukünftigen Generationen ein Stimmrecht geben?

J.H. Lambert: Philosophische Schriften

Aufgabe der Arbeits­stelle Lambert-Edition war die Herausgabe der „Philosophischen Schriften“ von Johann Heinrich Lambert (1728-1777)