Forschungsschwerpunkte
Die Forschung am Romanischen Seminar der Universität Mannheim widmet sich den Sprachen, Literaturen, Medien und Kulturen der romanischsprachigen Welt. Sie verbindet literatur-, kultur-, sprach- und medienwissenschaftliche Perspektiven und untersucht romanische Räume in ihren historischen, gesellschaftlichen und globalen Zusammenhängen.
Zu den zentralen Forschungsschwerpunkten gehören Migration und Mehrsprachigkeit, postkoloniale und transkulturelle Fragestellungen, romanische Literatur- und Mediengeschichte, Sprachwandel und Sprachkontakt, Soziolinguistik und Sprachpolitik sowie digitale und mediale Kommunikation. Die Schwerpunkte bündeln die Forschungsinteressen der Mitarbeiter*innen der Abteilungen Literatur- und Medienwissenschaft sowie Sprach- und Medienwissenschaft und verweisen auf laufende Projekte, Publikationen und wissenschaftliche Veranstaltungen.
Forschungsschwerpunkte im Überblick
Migration, Mehrsprachigkeit und kulturelle Zugehörigkeit
Migration verändert Sprachen, Literaturen und kulturelle Selbstverständnisse. Das Forschungsfeld fragt nach Dynamiken von Mobilität, transnationalem Austausch und Mehrsprachigkeit sowie nach Formen von Zugehörigkeit, Identität, Erinnerung und sprachlich-kultureller Praxis.
Postkoloniale und transkulturelle Romania
Romanischsprachige Räume sind seit Jahrhunderten durch koloniale, postkoloniale und transkulturelle Verflechtungen geprägt. Die Forschung richtet den Blick auf Machtverhältnisse, Repräsentationen, kulturelle Übersetzungen und Austauschprozesse zwischen Europa, Afrika, Lateinamerika, der Karibik und dem Mittelmeerraum.
Literatur, Medien und kulturelle Imaginationen
Literatur, Film, Theater, Bilder und andere Medien entwerfen Welten, erzählen Geschichte und machen gesellschaftliche Konflikte sichtbar. In diesem Feld geht es darum, wie romanischsprachige Kulturen Erinnerung gestalten, Zukunft imaginieren und ästhetisch auf politische, soziale und kulturelle Fragen reagieren.
Sprachwandel, Sprachkontakt und historische Tiefenstrukturen
Dieser Schwerpunkt fragt nach der Entwicklung romanischer Sprachen in Geschichte und Gegenwart. Er umfasst Sprachwandel, Sprachkontakt, Variation, Lexik, Grammatik und historische Formen sprachlicher Ordnung.
Sprache, Gesellschaft und öffentliche Diskurse
Im Mittelpunkt stehen Sprache als soziale Praxis und als Medium gesellschaftlicher Aushandlung. Dazu gehören Mehrsprachigkeit, Sprachpolitik, Spracherwerb, Gender, Jugendkommunikation sowie politische, mediale und institutionelle Diskurse.
Medienkulturen und digitale Kommunikation
Medien prägen, wie romanischsprachige Gesellschaften kommunizieren, Wissen ordnen und kulturelle Sichtbarkeit herstellen. Der Schwerpunkt verbindet literatur-, sprach-, kultur- und medienwissenschaftliche Perspektiven auf digitale Diskurse, Plattformkommunikation, Intermedialität und neue Formen romanistischer Forschung.
Forschung in den Abteilungen
Die Forschungsschwerpunkte des Romanischen Seminars werden von den Mitarbeiter*innen der Abteilungen Literatur- und Medienwissenschaft sowie Sprach- und Medienwissenschaft getragen. Beide Abteilungen verbinden disziplinäre Expertise mit interdisziplinären Fragestellungen und kooperieren in Forschung, Lehre und wissenschaftlichem Austausch.
Literatur- und Medienwissenschaft
Wie erzählen romanischsprachige Kulturen von sich selbst, von Geschichte, Migration, Macht, Erinnerung oder Zukunft? Die Literatur- und Medienwissenschaft geht diesen Fragen anhand von Texten, Bildern, Filmen und anderen medialen Formen nach. Dabei verbindet sie genaue Text- und Medienanalyse mit kulturwissenschaftlichen Perspektiven auf die romanische Welt.
Sprach- und Medienwissenschaft
Wie verändern sich romanische Sprachen, wenn Menschen, Medien und Gesellschaften in Bewegung geraten? Die Sprach- und Medienwissenschaft untersucht sprachliche Strukturen, Praktiken und Dynamiken in Geschichte und Gegenwart. Im Zentrum stehen Fragen nach Sprachwandel, Sprachkontakt, Mehrsprachigkeit, sprachlicher Variation und gesellschaftlicher Kommunikation, von historischen Entwicklungen bis zu aktuellen medialen und politischen Diskursen.
Weiterführende Links
Weitere Informationen
Aktuelle Forschungsprojekte, Publikationen und wissenschaftliche Veranstaltungen finden Sie auf den folgenden Seiten: