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Abschlussarbeiten und Prüfungen am Lehr­stuhl Prof. Dr. Vorderer

Studierende, die am Lehr­stuhl von Prof. Dr. Vorderer ihre Abschlussarbeit verfassen, finden hier die entsprechenden Informationen zum Ablauf.

Hinweise zu BA und MA Abschlussarbeiten

Forschungs­ethische Richtlinien.pdf

Allgemeine Hinweise

In Abschlussarbeiten am Lehr­stuhl Vorderer werden meist Themen der Selektions-, Rezeptions- und Wirkungs­forschung mit Bezügen zur Psychologie/Medienpsychologie behandelt. Dabei werden primär quantitative Methoden angewendet.
Im Konkreten sind möglich: Befragungen, Inhaltsanalysen, implizite Methoden, Beobachtungen und experimentelle Designs. Hinsichtlich der Themenwahl für Abschlussarbeiten sollten sich Studierende an den folgenden Themen­bereichen orientieren:

  • Permanently online, permanently connected

    • Auswirkungen von permanenter (mobiler) Onlinenutzung (being permanently online/permanently connected) auf das hedonische und eudaimonische Wohlbefinden sowie den Gesundheitszustand
    • Determinanten von (mobilem) Onlineverhalten (z. B. Bedürfnisbefriedigung, Erreichbarkeits­druck), Jugendliche und (mobile) Onlinekommunikation, permanently online und digitale Medien­kompetenz
    • Veränderung sozialer Beziehungen durch permanente (mobile) Onlinekommunikation und Mediennutzung
    • Probleme und Potentiale permanenter (mobiler) Mediennutzung/-kommunikation
    • Selbstkontrolle über (mobile) Onlinenutzung: reflexive und impulsive Prozesse der Medienselektion
    • Effekte von Achtsamkeit (mindfulness) bei der (mobilen) Online-Nutzung
       
  • Unterhaltungs­forschung/Entertainment-Education

    Abschlussarbeiten in diesem Bereich können sich auf Unterhaltung/Entertainment-Education in und über alle existierenden Medientypen, -formate und -angebote beziehen.

    • Selektion und Wirkung unterhaltungs­orientierter Medieninhalte
    • Wirkung nicht-hedonischer und/oder hedonischer Unterhaltungs­prozesse
    • Zwei-Prozess-Modelle der Unterhaltung und Informations­verarbeitung  (bspw. Einflussgrößen und Determinanten, Prozesse und Effekte, Anwendung auf politische Formate)
    • Einfluss von Zwei-Prozess-Modellen der Unterhaltung auf die Informations­verarbeitung
    • Nutzungs­motive, Verarbeitung und Wirkung von politikvermittelnden und/oder pro-sozialen Medieninhalten (zu Themen wie Gesundheit, Diskriminierung, Bildung o. Ä.)
    • Verarbeitung und Effekte narrativer Medien (Transportation, Identification, Arousal, Flow, Engagement, Suspense, Parasoziale Interaktion)
    • Affektive Medienwirkung, Rolle von Affekten bei der Medienauswahl, Erholungs­potentiale
  • Themen­bereiche für BA-Arbeiten bei Dr. Frank Schneider

    • Selbstbedrohung und Smartphone-Nutzung (z. B. Smartphones als Erster-Hilfe-Kasten nach selbstbedrohlichen Situationen)
    • Sozialer Ausschluss/Ostrazismus und (soziale) Mediennutzung (z. B. Nutzung welcher Medien und Medieninhalte nach Momenten des sozialen Ausschlusses) -
    • Film­bewertungen, Film­bewertungs­kriterien und Filmexpertise (z. B. Einfluss subjektiver Film­bewertungs­kriterien und Filmexpertise auf Filmauswahl, -rezeption und -wirkung)
    • Replikationen medienpsychologischer/kommunikations­wissenschaft­licher Studien (z. B. zu Mood Management)

Bitte beachten Sie, dass alle genannten Themen noch zu breit für einzelne Abschlussarbeiten sind und die Erarbeitung konkreter Fragestellungen von den Studierenden selbst geleistet werden muss.

Über die genannten Themen(-bereiche) hinaus sind nach Absprache (im Kolloquium bzw. in der Sprechstunde) Arbeiten zu verschiedenen diversen Themen möglich. Hierbei empfiehlt sich ein Blick auf die Forschungs­interessen und Publikationen der am Lehr­stuhl beschäftigten Mitarbeitenden.

Eine Liste von in der Vergangenheit durch Abschlussarbeiten bearbeiteten Fragestellungen erhalten Abschluss-KandidatInnen bei Karen Kent auf Anfrage

    Hinweise zur mündlichen B.A. Abschluss­prüfung

  • Terminvergabe und Anmeldung

    Der Zeitpunkt Ihrer mündlichen Prüfung kann während des Semesters in Absprache mit Karen Kent festgelegt werden. In den Semesterferien finden mündliche Abschluss­prüfungen vorrangig in der letzten Woche vor Vorlesungs­beginn statt. Nach der Festlegung Ihres Termins können Sie Ihre mündliche Abschluss­prüfung im Studien­büro anmelden. Den genauen Ablauf Ihrer Anmeldung entnehmen Sie bitte Ihrem Studien­handbuch.  

  • Themenwahl und Vorbereitung

    Mündliche Abschluss­prüfungen am Lehr­stuhl Vorderer sollten sich an den allgemeinen Themenvorschlägen für schriftliche Abschlussarbeiten orientieren. Beachten Sie zusätzlich, dass sich die gewählte Thematik Ihrer mündlichen Abschluss­prüfung ausreichend von Ihrer zuvor verfassten Bachelor­arbeit abgrenzen muss. 

    Nach Festlegung Ihrer Problemstellung senden Sie Ihr Proposal bis spätestens eine Woche vor Beginn Ihrer mündlichen Prüfung an Ihre/n jeweilige/n Beisitzer/in (Zweitbetreuer/in). 

    Das Proposal sollte die folgende Struktur aufweisen: 

    • Deckblatt und Problemstellung 
    • 3-5 Hypothesen oder 2-3 Hypothesen und 1 Forschungs­frage 
    • Literatur 

    Ihr Proposal sollte ausschließlich Hypothesen (keine Thesen!!!) enthält. Informationen zur Unterscheidung von Hypothesen und Thesen sowie zur Abgrenzung der Problemstellung von Forschungs­fragen können Sie folgender Literatur entnehmen:

    Döring, N., & Bortz, J. (2016). Forschungs­methoden und Evaluation in den Sozial- und Human­wissenschaften (5. Auflage). Berlin, Heidelberg: Springer. 

    Kapitel 5.1: Vom Forschungs­thema zum Forschungs­problem

    Kapitel 5.2: Forschungs­hypothesen und Forschungs­fragen

  • Ablauf

    Sofern nicht anders angekündigt, finden Abschluss­prüfungen primär in Herrn Vorderers Büro statt. Die Dauer einer mündlichen Abschluss­prüfung beträgt durchschnittlich 20 bis 30 Minuten.  Hauptbestandteil der mündlichen Abschluss­prüfung ist die theoretische, methodische, empirische und metatheoretische Diskussion Ihrer aufgestellten Hypothesen/Forschungs­fragen, basierend auf der hierzu recherchierten Literatur. Exzellente Abschluss­prüfungen kennzeichnen sich durch eine kohärente und stichhaltige Ableitung und Erörterung der empirischen Überprüfbarkeit Ihrer Hypothesen sowie durch deren Einordnung in den wissenschaft­lichen Kontext.