Dr. des. Grischa Sutterer

Dr. des. Grischa Sutterer

Wissenschaft­licher Mitarbeiter an der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Universität Mannheim
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Universitäts­allee 1, Raum 125
85072 Eichstätt

Zur Person

Grischa Sutterer war Doktorand am Lehr­stuhl für Neuere und Neueste Geschichte. Er studierte Geschichts­wissenschaft und Soziologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Darüber hinaus war er als freier Mitarbeiter bei der Landes­zentrale für politische Bildung Baden-Württemberg tätig. Nach Abschluss des Studiums absolvierte er ein Praktikum am Zentrum für Militärgeschichte und Sozial­wissenschaften der Bundes­wehr. Seit August 2018 ist er Mitglied des internationalen Promotions­kollegs „Sicherheit und Entwicklung im 21. Jahrhundert“ der Konrad Adenauer Stiftung. Seit dem Sommersemester 2023 arbeitet er als Wissenschaft­licher Mitarbeiter am Lehr­stuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. 


  • Dissertation

    Krieg ohne Gesellschaft. Private Security Companies und die Etablierung des postkolonialen Staaten­systems, 1956 – 1986

    Die Bezeichnung Private Security Companies (PSC) beschreibt einen privatwirtschaft­lich strukturierten Personenzusammenhang, der im Rahmen einer staatlich-privaten Kooperation bestimmte Funktionen der Ausübung des staatlichen Gewaltmonopols übernimmt. Private Militärdienstleister treten erstmals in den 1960ern auf, expandieren seitdem kontinuierlich sowohl in ihrer Anzahl als auch beim Personal, welches nahezu ausschließlich aus ehemaligen Soldaten besteht. Die historische Untersuchung des Entstehungs- und Verbreitungs­kontextes der PSCs definiert das Er­kenntnisinteresse dieses Dissertations­projektes. Die Funktion der PSCs als heuristische Sonde der Analyse verweist auf eine grundlegende Neukonfiguration des Verhältnisses zwischen Staatlichkeit, transnationalen Verflechtungen und militärischer Organisation in einer postkolonialen Welt. So soll diese Arbeit im Sinne des vom Historiker Hans Günter Hockerts konzipierten problemgeschichtlichen Ansatzes die Erschließung der historischen Wurzeln einer aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderung, „der Vorgeschichte unserer Gegenwart“, ermöglichen.

  • Publikationen

    • Ordnungs­vorstellungen im deutschen Offizierskorps 1915–1923: Friedrich von Boetticher, Oskar von Niedermayer, Hans von Seeckt, Frankfurt am Main 2017. (ausgezeichnet mit dem Hugo Preuß-Preis der Forschungs­stelle Weimarer Republik e.V. und der Hugo Preuß-Stiftung)
    •  Islamismus. In: Emmanuel Droit, Jan Hansen, Frank Reichherzer (Hrsg.): Den Kalten Krieg vermessen: Über Reichweite und Alternativen einer binären Ordnungs­vorstellung, Berlin/ Boston 2018.
  • Stipendium

    • Konrad Adenauer Stiftung, Mitglied des Internationales Promotions­kolleg „Sicherheit und Entwicklung im 21. Jahrhundert“