Lars Urbanski, M.Ed.

Doktorand
Universität Mannheim
Neuere und Neueste Geschichte
L 7, 7 – Raum 204
68161 Mannheim

Zur Person

Lars Urbanski ist Doktorand am Lehr­stuhl für Neuere und Neueste Geschichte und war Stipendiat der Studien­stiftung des deutschen Volkes. Er studierte die Fächer Geschichte und Französisch für das Gymnasiallehr­amt in Mannheim und Bordeaux (Frankreich). Sein Promotions­vorhaben über die Verschränkung von Kriminalitäts-, Nations- und Kolonialvorstellungen wird von einem Anschubstipendium aus Mitteln des Landes­graduierten­förderungs­gesetzes gefördert.


  • Dissertations­projekt

    Arbeits­titel: Hierarchisierungen nationaler Zugehörigkeit. Die (Straf-) Kolonie Französisch-Guyana

    In der Strafkolonie Französisch-Guyana waren zwischen 1848 und 1953 Menschen inhaftiert, die aufgrund ihrer Kriminalität aus der französischen nationalen Gesellschaft ausgeschlossen worden waren. Die Wahl fiel auf den kolonialen Raum aufgrund seiner ideellen wie geographischen Entfernung zur Metropole. Dennoch geht aus den Selbstzeugnissen der Gefangenen hervor, wie sie ihre zugeschriebene Devianz mit ihrer Zugehörigkeit zur französischen Nation verbanden. Das Dissertations­projekt unter­sucht die Motivlagen der Verbannungs­praxis zwischen 1848 und 1918 und fragt nach der Wirkmacht des kontinentalfranzösischen Nations­konzepts in der Kolonie. Am Gegenstand Französisch-Guyanas verbindet es zeitgenössische Vorstellungen von ‚Kriminalität‘, ‚Nation‘ und ‚Kolonie‘.

  • Preise

    Andreas-Lamey-Preis des fhi (2022)

  • Stipendien

    • Anschubstipendium aus Mitteln des Landes­graduierten­förderungs­gesetzes (Januar bis April 2026)
    • Stipendium der Studien­stiftung des deutschen Volkes (2021–2024)
  • Publikationen

    • Historikertag 2025, Sektions­bericht zu: Die Macht der Religion. Christliche Legitimations­strategien in der westeuropäischen Moderne, 16.09.2025 – 19.09.2025, Präsenz (Bonn), in: H-Soz-Kult, 01.11.2025.
    • Instragram-Beitrag in SWR Kultur, „My Hidden History“, 15.07.2024.
    • Tagungs­bericht: Historikertag 2021: Denationalisierung als Gegenstand und Perspektive der Zeitgeschichte, 05.10.2021 – 08.10.2021 hybrid (München), in: H-Soz-Kult, 20.11.2021 (mit Naomi Niemann).
    • Tagungs­bericht zum Workshop „Conceptualising Modernity – An Interdisciplinary Dialogue“ in: H-Soz-Kult, 15.04.2022 (mit Naomi Niemann).