Entwicklungen am Lehr­stuhl:

Andreas-Lamey-Preis für Joshua Haberkern

Der diesjährige Andreas-Lamey-Preis, gestiftet vom Förderverein des Historischen Instituts und des Antikensaals, geht 2020 an Joshua Haberkern für seine Bachelor­arbeit „Argeaden, Barbaren und Hellen. Zur opaken Hellenizität der antiken Makedonen“. Herr Haberkern untersucht darin die Ethnizität der antiken Makedonen anhand der schriftlichen und archäologischen Überlieferung und zeigt die Komplexität der Thematik auf, die mit der simplifizierenden Frage „Waren die Makedonen Griechen?“ oft ahistorisch verkürzt wird.“

November 2020

  • Die neue KLIO ist da!

    Auch in der neuen Ausgabe der „Klio. Beiträge zur Alten Geschichte“ finden sich wieder spannende Beiträge zur Alten Geschichte, etwa zur althistorischen Forschung im Kontext der Digital Humanities oder zu den kaiserlichen Prozessionen im Vorfeld der römischen Circusspiele. Die Rezensionen informieren wie immer über aktuelle Forschungs­debatten und Publikationen in der Alten Geschichte.

    Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

    November 2020

  • Promotions-Stipendium für Melanie Meaker

    Melanie Meaker, Doktorandin am Lehr­stuhl für Alte Geschichte, ist mit einem Stipendium der Studien­stiftung des Deutschen Volkes ausgezeichnet worden. Die Stiftung finanziert das Dissertations­projekt mit dem Arbeits­titel: " 'Beendet ist der Wettkampf, und die Frauen kehren zurück': Frauen und Agonistik in der griechischen Antike“.

    November 2020

  • „Database of Hellenistic Athletes“ unter neuer Adresse

    Die Agonen Datenbank „Database of Hellenistic Athletes“ ist im Zuge der Neugestaltung der Homepageseiten der „Mannheimer Forschungen zum Antiken Sport“ umgezogen. Sie ist nun aufrufbar auf der Datenbank-Seite oder direkt unter der neuen Adresse: http://athletes.geschichte.uni-mannheim.de.

  • „Pferderennen in globalgeschichtlicher Perspektive“ - Beiträge der Mannheimer Tagung erschienen

    Im Juni 2017 fand an der Universität Mannheim eine Tagung zur Geschichte von Pferderennen von der Antike bis heute statt. Die Beiträge sind jetzt als Sonderband des „International Journal of the History of Sport“ erschienen (https://www.tandfonline.com/toc/fhsp20/37/3-4). Sie machen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den einzelnen Pferdesportkulturen sichtbar und erklären diese vor dem spezifischen kulturellen Hintergrund.

    August 2020

  • Neue Forschungs­ansätze zur makedonischen Eroberung des Perserreiches

    Alexander III. von Makedonien, der Nachwelt bekannt als Alexander „der Große“, eroberte mit einer verhältnismäßig kleinen Armee in knapp zehn Jahren das Perserreich, eins der größten Reiche der antiken Welt. Hiermit begründete er für mehrere Jahrhunderte die griechisch-makedonische Herrschaft über den größten Teil Asiens, soweit es den Griechen bekannt war, sowie Ägypten.

    Die Geschwindigkeit dieser dauerhaften Eroberung zu erklären, bleibt eins der schwierigsten Probleme der Alten Geschichte. Der neue Sammelband „The Legitimation of Conquest. Monarchical Representation and the Art of Government in the Empire of Alexander the Great” unter Mitherausgeberschaft von Dr. Alexander Meeus versucht hier neue Lösungs­ansätze zu bieten. Mehrere Legitimations­strategien, die Alexander und sein Stab in Bezug auf unterschiedliche Untertanen­gruppen angewandt haben, werden anhand von Max Webers Herrschafts­soziologie einer systematischen Analyse unterzogen.

    Zu den internationalen Experten und Expertinnen, die die Beiträge geschrieben haben, gehören auch Prof. Dr. Christian Mann und Dr. Alexander Meeus.

    August 2020

  • Zum Ende der athenischen Demokratie

    Nach dem Ende des Kalten Krieges herrschte allenthalben die Meinung vor, die Demokratie werde sich früher oder später in allen Staaten als Regierungs­form durchsetzen. Diese Annahme hat sich als falsch erwiesen, gerade in den letzten Jahren hat in vielen Ländern ein Rückbau demokratischer Institutionen stattgefunden und Parteien, deren Treue zur Demokratie zumindest zweifelhaft ist, haben an Bedeutung gewonnen. Einen geschichts­wissenschaft­lichen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Gefährdung der Demokratie leistet ein neuer Sammelband: Anhand von Beispielen aus verschiedenen Jahrhunderten und Kontinenten wird untersucht, unter welchen Bedingungen und aus welchen Gründen demokratische Ordnungen kollabierten. Christian Mann analysiert in seinem Beitrag „Die athenische Demokratie, ihre Stärke und ihr(e) Ende(n)“ die antiken Diskussionen über die Widerstandskraft von Demokratien sowie die Ursachen des oligarchischen Umsturzes von 411 v. Chr.

    Juni 2020