Entwicklungen am Lehr­stuhl:

  • Neuerscheinung „Die umstrittenen Könige“

    Im Verlag Dr. Kovač ist die Dissertation von Lukas Kainz erschienen. In seiner Arbeit mit dem Titel „Die umstrittenen Könige: Untersuchungen zur Stabilität des ptolemäischen Königtums“, mit der er 2017 in Mannheim promoviert wurde, behandelt Lukas Kainz die Thronstreitigkeiten und Usurpations­versuche im hellenistischen Ägypten und untersucht anhand dieser Konflikte den Charakter des ptolemäischen Königtums.

    September 2022

  • Neue Mitarbeiterin in der Alten Geschichte: Angelika Kellner

    Das Historische Institut begrüßt eine neue Mitarbeiterin: Dr. Angelika Kellner tritt zum HWS 2022 die Nachfolge von Alexander Meeus als Akademische Rätin am Lehr­stuhl für Alte Geschichte an. Ihre Forschungs­schwerpunkte liegen auf der antiken Chronologie und Chronographie sowie auf dem griechisch-orientalischen Kulturkontakt, kürzlich ist ihre Dissertation „Die griechische Archaik. Konstruktion einer Chronologie im Wechselspiel schriftlicher und archäologischer Quellen“ als Buch erschienen. Daneben gilt ihr Interesse auch forschungs­geschichtlichen Fragen, insbesondere dem Wirken des Begründers der Zeitschrift KLIO, Carl Friedrich Lehmann-Haupt.

    August 2022

  • Neuerscheinung „Kaiserliche Autorität“

    In der Reihe „Forum Historische Forschung“ (Verlag W. Kohlhammer) ist die Dissertation von Mareile Rassiller (vormals große Beilage) erschienen. In ihrer Arbeit mit dem Titel „Kaiserliche Autorität in Kult- und Göttermotiven. Eine Analyse der Münzen von Augustus bis Trajan“ untersucht Mareile Rassiller, die auch das Mannheimer Münzkabinett für die digitale Präsentation bearbeitet hat, die Rolle der Religion für die Legitimation römischer Kaiser.

    August 2022

  • Klio 104.1 erschienen

    Die Zeitschrift „Klio. Beiträge zur Alten Geschichte“ veröffentlicht zweimal im Jahr Aufsätze und Rezensionen aus dem Gebiet der Alten Geschichte und ihrer Nachbar­wissenschaften. Der aktuelle Band, bereits der achte unter Mannheimer Redaktion, vereint Beiträge in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache. Thematische Schwerpunkte sind diesmal die institutionelle Entwicklung Athens im 4. Jahrhundert v. Chr. und lateinische Inschriften der Kaiserzeit.

    Juli 2022

  • Alexander Meeus: Erfolgreiche Habilitation

    Das Habilitations­verfahren von Dr. Alexander Meeus wurde erfolgreich mit einem Vortrag zum Thema „Das speererworbene Land im griechischen Völkerrecht“ abgeschlossen. Zuvor war seine Arbeit „Tradition and Method in Greek and Roman Historiography (Fifth Century BCE – Fifth Century CE)“ als Habilitations­schrift angenommen worden. Mit der Habilitation ist die Verleihung der Venia Legendi für Alte Geschichte verbunden. Das gesamte Historische Institut gratuliert herzlich!

    Juni 2022

  • Exkursion zur Lusoria Rhenana

    Am Samstag, den 14. Mai 2022, bestiegen die 15 Studierenden der Übung über antike Schifffahrt (Leitung: Prof. Dr. Christian Mann), verstärkt durch Mitarbeiter/innen des Lehr­stuhls für Alte Geschichte, in Neupotz die Lusoria Rhenana. Bei diesem Schiff handelt es sich um einen originalgetreuen Nachbau eines spätantiken Schiffstyps, der durch Bilddarstellungen und literarische Quellen, vor allem aber durch die Schiffsfunde aus Mainz bekannt ist. Der Besuch der Lusoria Rhenana war durch ein Blockseminar mit einem breiten Überblick über die antike Schifffahrt und durch den Besuch des Museums für antike Schifffahrt in Mainz vorbereitet worden.

    Angeleitet von Dieter Heim probierte die Besatzung den koordinierten Ruderschlag, Brems- und Wendemanöver, das möglichst geräuscharme Rudern und weitere Techniken. In den Pausen erläuterte Herr Heim die naturräumliche und historische Entwicklung der Region, die Hintergründe des Lusoria-Rhenana-Projektes und natürlich auch die antiken Einsatz­möglichkeiten der lusoriae in der Grenzverteidigung. Wir sind ihm und dem gesamten Team der Lusoria Rhenana sehr dankbar, römische Geschichte zu einem Erlebnis gemacht zu haben!

    Mai 2022

  • Neuerscheinung „The History of the Diadochoi“

    Beim De Gruyter Verlag ist diesen Monat die überarbeitete und erweiterte Version der Leuvener Dissertation von Alexander Meeus erschienen. Hierbei handelt es sich um den bisher umfangreichsten Kommentar zur Diadochengeschichte in Diodors Buch 19, die Hauptquelle für die Geschichte der Nachfolger Alexanders des Großen von 317 bis 311 v. Chr.

    Diodors „Bibliotheke“ stellt das am ausführlichsten erhaltene hellenistische Geschichtswerk dar und ist dennoch in der Forschung lange vernachlässigt worden. Die Publikation The History of the Diadochoi in Book XIX of Diodoros’ ›Bibliotheke‹ bietet somit eine neue Grundlage für die Erforschung des ‚untererforschten' Historikers Diodor sowie für die Geschichte und Chronologie des frühen Hellenismus.

     März 2022

  • Neuerscheinung „The Running Centaur“

    Im Verlag Routledge ist der Band „The Running Centaur. Horse-Racing in Global-Historical Perspective” erschienen. Dieser eröffnet neue Forschungs­perspektiven: Zum ersten Mal werden Pferderennen unterschiedlicher Kulturen und Epochen mit einem gemeinsamen Frageraster untersucht, um zu einem differenzierten Verständnis dieses globalgeschichtlichen Phänomens zu gelangen. Der Sammelband vereinigt die Beiträge der Mannheimer Tagung von 2017, die bereits 2020 als Zeitschriftenaufsätze im „International Journal of the History of Sport“ publiziert worden sind. Herausgeber des Buches sind Sinclair Bell (ehemals DAAD-Stipendiat am Lehr­stuhl für Alte Geschichte), Christian Jaser (Salzburg) und Christian Mann.

    Januar 2022

  • Christian Mann in den Wissenschaft­lichen Beirat der Gerda Henkel Stiftung gewählt

    Das Kuratorium der Gerda Henkel Stiftung hat Professor Christian Mann in den vierköpfigen Wissenschaft­lichen Beirat berufen. Die vierjährige Amtszeit beginnt am 1. Januar 2022. Die Stiftung fördert seit 1976 Projekte aus den historischen Disziplinen und der Kunstgeschichte und gehört zu den wichtigsten Forschungs­förderern Deutschlands auf dem Gebiet der Geistes­wissenschaften.

    Dezember 2021

  • Zeitschrift Klio – Band 103.2

    Die Klio publiziert seit 1897 Beiträge aus der Alten Geschichte und den Nachbar­wissenschaften, seit 2018 ist die Redaktion der Zeitschrift an der Universität Mannheim angesiedelt. Der jüngste Band enthält zehn Aufsätze und 22 Rezensionen in fünf Sprachen, das thematische Spektrum reicht von den griechischen Rednern über die Bedeutung der Elefanten für Alexander den Großen bis zu Festen in der römischen Kaiserzeit.

    Dezember 2021

  • Andreas-Lamey-Preis 2021 für Simon Wagner

    Der Andreas-Lamey-Preis für hervorragende Abschlussarbeiten im Fach Geschichte geht dieses Jahr an Simon Wagner. Der Förderverein des Historischen Instituts zeichnet damit seine Bachelor­arbeit „Athens Strategen vor Gericht“ aus, in der er die Prozesse gegen Feldherren in der athenischen Demokratie untersucht hat. Simon Wagner zeigt auf, dass die Strategen durch die sehr konkrete, ständige Gefahr, vor Gericht gezogen zu werden, gezwungen wurden, sich eng an die Vorgaben der Volksversammlung zu halten. Seine Arbeit leistet einen Beitrag zur Forschungs­debatte über die Rolle der Gerichte in der athenischen Demokratie.

    November 2021

  • Eine Erinnerungs­geschichte zur Schlacht von Salamis: ein Buch von Katalin Bélyácz

    Dr. Katalin Bélyácz (Universität Pécs) war seit 2013 regelmäßig in den Semesterferien Gast am Lehr­stuhl für Alte Geschichte. In dieser Zeit erforschte sie, wie die berühmte Seeschlacht von Salamis (480 v. Chr.) rezipiert und verarbeitet wurde – von der griechischen Antike bis zu Romanen des 21. Jahrhunderts. Ihr Buch ist jetzt im Phoibos Verlag erschienen.

    August 2021

  • Klio – Band 103.1 erschienen

    Die neueste Ausgabe der Klio umfasst zwölf Aufsätze von Autorinnen und Autoren aus acht verschiedenen Ländern, dazu zahlreiche Rezensionen aktueller Forschungs­literatur. Der thematische Bogen reicht von den Ursprüngen der 'Uhrzeit' bis zur Ferndiplomatie in der Zeit der Völkerwanderung, zwei Aufsätze sind der Semiotik des Lachens in der Antike gewidmet.

    Juli 2021

  • Mannheimer Forschungen zum griechischen Sport in der Zeitschrift „Antike Welt“

    In ihrer Ausgabe vom Mai 2021 widmet sich die „Antike Welt“ im Titelthema den griechischen Athleten. Die Beiträge kommen aus Mannheim: Christoph Begass, Christian Mann, Melanie Meaker, Renate Morsellino und Sebastian Scharff (jetzt Münster) stellen Phänomene des antiken Sports auf der Grundlage ihrer eigenen Forschungen vor. Behandelt werden Training und Talent­förderung, die Finanzierung der Spiele, Preise und Ehrungen, die Selbstdarstellung der Sieger und die weibliche Seite des antiken Sports. Damit wird ein Forschungs­schwerpunkt des Mannheimer Lehr­stuhls für Alte Geschichte einem weiteren Publikum präsentiert.

    Mai 2021

  • Zwei neue Gast­wissenschaft­ler am Lehr­stuhl für Alte Geschichte

    Im Herbst 2021 werden erneut internationale Gast­wissenschaft­ler an das Historische Institut kommen: Sam Ellis von der University of Edinburgh hat eines der begehrten Leverhulme Fellowships für Postdoktoranden erhalten und wird für 24 Monate seine Forschungen zur Sprache der Legitimation in antiken politischen Ordnungen in Mannheim fortführen. Joshua Zacks von der University of Washington in Seattle war mit seinem Antrag um ein DAAD-Jahresstipendium für Doktoranden erfolgreich, sein Forschungs­interesse gilt den Siegesliedern von Pindar und Bakchylides.

    Mai 2021

  • Sprachpreis der Universität Mannheim für Mareile große Beilage

    Sprachpreis der Universität Mannheim für Mareile große Beilage

    Mit dem „Preis für Sprache und Wissenschaft“ der Universität Mannheim wird jährlich eine Dissertation oder Habilitations­schrift ausgezeichnet, die neben hoher wissenschaft­licher Qualität auch sprachlich hervorragend ist. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Die Preisträgerin dieses Jahres ist Mareile große Beilage vom Lehr­stuhl für Alte Geschichte, sie erhält die Auszeichnung für ihre Dissertation „Religiöse Motive in der Kommunikation kaiserlicher Autorität auf Münzen von Augustus bis Trajan“. Wir gratulieren sehr herzlich!

    März 2021

  • Gastprofessor aus Chicago am Lehr­stuhl für Alte Geschichte

    Gastprofessor aus Chicago am Lehr­stuhl für Alte Geschichte

    Von Februar bis Juni 2021 wird Professor Zinon Papakonstantinou (University of Illinois at Chicago) als Mercator Fellow in Mannheim forschen. Die Deutsche Forschungs­gemeinschaft finanziert den Aufenthalt im Rahmen des  DFG-Projekts „Mehr als Ruhm und Ehre“, das von Jun.-Prof. Dr. Christoph Begass und Prof. Dr. Christian Mann geleitet wird. Professor Papakonstantinou hat mehrere Bücher und zahlreiche Aufsätze zum antiken Sport publiziert, er gilt als einer der weltweit führenden Experten auf diesem Gebiet. Während seines Mannheimer Aufenthalts wird er eine Studie zu Preisen und Belohnungen bei lokalen Agonen verfassen. Der international sichtbare Forschungs­schwerpunkt Mannheims zum antiken Sport wird durch seinen Aufenthalt weiter gestärkt.

    Wir heißen Zinon Papakonstantinou herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit!

    Februar 2021

     

  • Neuerscheinung in der Alten Geschichte

    Hans-Joachim Gehrke, Jahrgang 1945, gehört zu den einflussreichsten Althistorikern seiner Generation. Dessen „Ausgewählte Schriften“ gibt Christian Mann gemeinsam mit Kai Trampedach (Heidelberg) in vier Bänden heraus. Soeben ist der zweite Band mit den Aufsätzen Hans-Joachim Gehrkes zum Hellenismus erschienen (https://www.steiner-verlag.de/titel/62139.html). Diese Epoche erforschte er schon zu einer Zeit, als dies in der deutschen Althistorie noch unüblich war, entsprechend stark hat er die nachfolgende Forschung beeinflusst.

    Die ausgewählten Aufsätze wurden neu gesetzt, in einem Nachwort schildert der Autor die Genese seiner Überlegungen. Die redaktionellen Arbeiten wurden von Verena Böckle, Simon Wagner und Robin Mössinger durchgeführt.

    Januar 2021

  • Erfolgreiche Disputation von Mareile große Beilage

    Mit der Disputation am 21. Dezember 2020 hat Mareile große Beilage das Promotions­verfahren erfolgreich abgeschlossen. Seit vielen Jahren als Tutorin und Wissenschaft­liche Mitarbeiterin am Lehr­stuhl für Alte Geschichte tätig, hatte sie ihren Forschungs­schwerpunkt auf die Numismatik gelegt und war maßgeblich an der digitalen Publikation der Münzsammlung des Lehr­stuhls beteiligt (https://www.phil.uni-mannheim.de/geschichte/lehrstuehle/alte-geschichte/forschung/projekte/mannheimer-muenzkabinett/). In ihrer Dissertation hatte sie überzeugend die Bedeutung religiöser Symbole auf den Münzen der frühen Kaiserzeit analysiert.
    Mareile große Beilage wird Ende Januar die Universität Mannheim verlassen und das Referendariat antreten. Das Team der Alten Geschichte dankt für die langjährige gute Zusammenarbeit und wünscht für die Zukunft alles Gute!

    Januar 2021

  • Neuer „AGON“-Blog-Beitrag online

    Die ptolemäische Königin Kleopatra VII. hat auch zwei Jahrtausende nach ihrem Tod nicht die Fähigkeit verloren, Kontroversen auszulösen. In der aktuellen Debatte geht es dabei um die Besetzung in Hollywoods neuestem Kleopatra-Film, den Vorwurf einer rassistischen Besetzungs­politik und die Frage nach der tatsächlichen Herkunft Kleopatras. In ihrem Blog-Beitrag „Eine weißgewaschene Afrikanerin? Zum neuen Streit um Kleopatra“ untersuchen Prof. Christian Mann und Dr. des. Lukas Kainz, was die althistorische Forschung zu dieser Diskussion um Kleopatra und den Facettenreichtum ihrer Identität beitragen kann.

    Dezember 2020

  • Andreas-Lamey-Preis 2020

    Der diesjährige Andreas-Lamey-Preis, gestiftet vom Förderverein des Historischen Instituts und des Antikensaals, geht 2020 an Joshua Haberkern für seine Bachelor­arbeit „Argeaden, Barbaren und Hellen. Zur opaken Hellenizität der antiken Makedonen“. Herr Haberkern untersucht darin die Ethnizität der antiken Makedonen anhand der schriftlichen und archäologischen Überlieferung und zeigt die Komplexität der Thematik auf, die mit der simplifizierenden Frage „Waren die Makedonen Griechen?“ oft ahistorisch verkürzt wird.

    November 2020

  • Die neue KLIO ist da!

    Auch in der neuen Ausgabe der „Klio. Beiträge zur Alten Geschichte“ finden sich wieder spannende Beiträge zur Alten Geschichte, etwa zur althistorischen Forschung im Kontext der Digital Humanities oder zu den kaiserlichen Prozessionen im Vorfeld der römischen Circusspiele. Die Rezensionen informieren wie immer über aktuelle Forschungs­debatten und Publikationen in der Alten Geschichte.

    Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

    November 2020

  • Promotions-Stipendium für Melanie Meaker

    Melanie Meaker, Doktorandin am Lehr­stuhl für Alte Geschichte, ist mit einem Stipendium der Studien­stiftung des Deutschen Volkes ausgezeichnet worden. Die Stiftung finanziert das Dissertations­projekt mit dem Arbeits­titel: " 'Beendet ist der Wettkampf, und die Frauen kehren zurück': Frauen und Agonistik in der griechischen Antike“.

    November 2020

  • „Database of Hellenistic Athletes“ unter neuer Adresse

    Die Agonen Datenbank „Database of Hellenistic Athletes“ ist im Zuge der Neugestaltung der Homepageseiten der „Mannheimer Forschungen zum Antiken Sport“ umgezogen. Sie ist nun aufrufbar auf der Datenbank-Seite oder direkt unter der neuen Adresse: http://athletes.geschichte.uni-mannheim.de.

  • „Pferderennen in globalgeschichtlicher Perspektive“ – Beiträge der Mannheimer Tagung erschienen

    Im Juni 2017 fand an der Universität Mannheim eine Tagung zur Geschichte von Pferderennen von der Antike bis heute statt. Die Beiträge sind jetzt als Sonderband des „International Journal of the History of Sport“ erschienen (https://www.tandfonline.com/toc/fhsp20/37/3-4). Sie machen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den einzelnen Pferdesportkulturen sichtbar und erklären diese vor dem spezifischen kulturellen Hintergrund.

    August 2020

  • Neue Forschungs­ansätze zur makedonischen Eroberung des Perserreiches

    Alexander III. von Makedonien, der Nachwelt bekannt als Alexander „der Große“, eroberte mit einer verhältnismäßig kleinen Armee in knapp zehn Jahren das Perserreich, eins der größten Reiche der antiken Welt. Hiermit begründete er für mehrere Jahrhunderte die griechisch-makedonische Herrschaft über den größten Teil Asiens, soweit es den Griechen bekannt war, sowie Ägypten.

    Die Geschwindigkeit dieser dauerhaften Eroberung zu erklären, bleibt eins der schwierigsten Probleme der Alten Geschichte. Der neue Sammelband „The Legitimation of Conquest. Monarchical Representation and the Art of Government in the Empire of Alexander the Great” unter Mitherausgeberschaft von Dr. Alexander Meeus versucht hier neue Lösungs­ansätze zu bieten. Mehrere Legitimations­strategien, die Alexander und sein Stab in Bezug auf unterschiedliche Untertanen­gruppen angewandt haben, werden anhand von Max Webers Herrschafts­soziologie einer systematischen Analyse unterzogen.

    Zu den internationalen Experten und Expertinnen, die die Beiträge geschrieben haben, gehören auch Prof. Dr. Christian Mann und Dr. Alexander Meeus.

    August 2020

  • Zum Ende der athenischen Demokratie

    Nach dem Ende des Kalten Krieges herrschte allenthalben die Meinung vor, die Demokratie werde sich früher oder später in allen Staaten als Regierungs­form durchsetzen. Diese Annahme hat sich als falsch erwiesen, gerade in den letzten Jahren hat in vielen Ländern ein Rückbau demokratischer Institutionen stattgefunden und Parteien, deren Treue zur Demokratie zumindest zweifelhaft ist, haben an Bedeutung gewonnen. Einen geschichts­wissenschaft­lichen Beitrag zur aktuellen Debatte über die Gefährdung der Demokratie leistet ein neuer Sammelband: Anhand von Beispielen aus verschiedenen Jahrhunderten und Kontinenten wird untersucht, unter welchen Bedingungen und aus welchen Gründen demokratische Ordnungen kollabierten. Christian Mann analysiert in seinem Beitrag „Die athenische Demokratie, ihre Stärke und ihr(e) Ende(n)“ die antiken Diskussionen über die Widerstandskraft von Demokratien sowie die Ursachen des oligarchischen Umsturzes von 411 v. Chr.

    Juni 2020