Studierende unterhalten sich in der Bibliothek

Virtual Exchange

„Virtual Mobility“ und „Virtual Exchange“ umfassen internationale Lehr­formate, die auf digital vernetztem Unter­richt und einem virtuellen Kursangebot basieren. Die Philosophische Fakultät kooperiert weltweit, um Studierenden digitale, interkulturelle Lernerfahrungen zu eröffnen – etwa durch rein digitale Collaborative Online International Learning-Formate (COIL) oder durch über Erasmus+ geförderte Blended Intensive Programmes (BIPs), die virtuelle und physische Elemente verbinden. 

Vorteile von Virtual Exchange

Für Studierende: Niedrigschwelliger Zugang zu internationalem Austausch, Gewinn neuer fach­licher Perspektiven, Stärkung interkultureller Kompetenzen.

Für Lehr­ende: Kollaborative Lehr­planung, Ausbau des internationalen Netzwerks, gezielter Einsatz virtueller didaktischer Tools. 

Internationalisieren Sie Ihre Lehre!

Sie lehren an der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim oder suchen eine engagierte Partner­universität für ein gemeinsames virtuelles Lehr­format? Dann sind Sie bei uns richtig! Ob COIL-Formate oder Blended Intensive Programmes (BIPs) – wir vom Team Internationales unter­stützen Sie dabei, virtuelle Mobilitäts­projekte in Ihre Lehre zu integrieren. Von der ersten Idee bis zur organisatorischen Durchführung stehen wir Ihnen beratend und unter­stützend zur Seite.

Kontaktieren Sie uns unter: Eva Breitbach, virtualmobility.philuni-mannheim.de


COIL steht für Collaborative Online International Learning. Dabei entwickeln Lehr­ende aus verschiedenen Ländern gemeinsam digitale Lerneinheiten für ihre Studierenden. Diese können authentische interkulturelle Erfahrungen sammeln und ihr globales Bewusstsein erweitern, ohne ihren Studien­ort zu verlassen. So vernetzen sich Studierende weltweit, wodurch nachhaltige Kontakte und Freundschaften entstehen. 

COILs bieten folgende Vorteile:

Icon drei Personen, die nebeneinander stehen
Inklusion
Auch Studierende, die nicht an klassischen Austausch­programmen teilnehmen können, erhalten Zugang zu interkulturellen Erfahrungen.
Icon Doktorhut
Wissenskulturen & Vernetzung
Einblicke in unter­schiedliche akademische Kulturen sowie Austausch mit Studierenden und Institutionen weltweit.
Icon drei Personen, die nebeneinander stehen und durch eine Kreislinie verbunden sind
Kollaboration
Gemeinsames Arbeiten an Projekten und kooperatives Erarbeiten von Inhalten aus verschiedenen kulturellen Perspektiven.
Icon Tafel mit Aufschrift Abc
Sprach­kompetenz
Aneignung und Nutzung fach­sprach­licher Begriffe, direkter Kontakt zu Fremdsprach­ler*innen, wissenschaft­licher Austausch in einer Fremdsprache.

Was sind BIPs?

Blended Intensive Programmes (BIPs) werden mit Erasmus+ Mitteln gefördert und kombinieren einen 5–30-tägigen Aufenthalt an einer europäischen Partner­universität mit einer verpflichtenden virtuellen Phase zur Vorbereitung, Begleitung oder Nachbereitung. Ebenso kann die eigene Institution als koordinierende Hochschule ein BIP ausrichten und erhält hierzu Mittel zur organisatorischen Umsetzung. Mindestens drei europäische Hochschulen aus verschiedenen Erasmus-Programmländern entwickeln das Programm gemeinsam; mindestens zehn Teilnehmende müssen mobil als Incomings anreisen.

BIPs ermöglichen Studierenden und Mitarbeitenden kurze Studien- oder Fortbildungs­aufenthalte im Ausland und fördern gemeinsame Kurzzeit­programme, die in bestehende Curricula eingebettet oder als neue Lehr­formate etabliert werden können. Sie richten sich an Studierende und Mitarbeitende – besonders an jene, für die längere Auslands­aufenthalte schwer umsetzbar sind.

BIPs mit der Universität Mannheim

Die Universität Mannheim kann als koordinierende Universität BIPs ausrichten, aber auch als Partner an einem BIP teilnehmen und Studierende sowie Lehr­personen entsenden.

BIPs bieten folgende Vorteile:

Icon Flugzeug startet
Niedrigschwellige Auslands­erfahrung
Kurze Aufenthalte kombiniert mit virtuellen Phasen ermöglichen internationalen Austausch auch für Personen, denen längere Mobilitäten nicht möglich sind.
Icon Leichte Sprache
Innovative, gemeinsame Lehre
Hochschulen entwickeln kollaborativ Lehr­formate, die Curricula erweitern und internationale Perspektiven integrieren.
Icon Händeschütteln
Interkulturelle Erfahrung
Die internationale Präsenz­phase stärkt nachhaltig den interkulturellen Austausch unter den Teilnehmenden.
Icon drei Personen mit unterchiedlichen Pullovern
Flexibilität und Vielfalt
Die Mischung aus virtuellem und physischem Lernen fördert intensive Zusammenarbeit, stärkt interkulturelle Kompetenzen und ermöglicht eine breite Teilnahme von Studierenden und Mitarbeitenden.

Unsere Angebote und Projekte

Die Koordinations­stelle für virtuelle Mobilität am Dekanat der Philosophischen Fakultät fungiert als Bindeglied zwischen den Lehr­enden der Fach­bereiche und den Ansprechpersonen im Wissenschafts­management aus aller Welt. 

Unsere Unter­stützung auf einen Blick:

  • Zentrale Anlaufstelle für Interessierte der Universität Mannheim zu virtuellen, internationalen Lehr­formaten
  • Aufbau, Pflege und Vermittlung von Kontakten zu Partner­universitäten der Fakultät sowie zu weiteren Bildungs­einrichtungen weltweit
  • Beratung und Unter­stützung bei der Vorbereitung, Planung und Koordination von COIL- und BIP-Formaten
  • Ansprechperson für Universitäten, die an einer Zusammenarbeit mit der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim interessiert sind

Kontakt: Eva Breitbach, virtualmobility.philuni-mannheim.de

Gegenwärtige und zukünftige Projekte

  • BIP: “Mapping Taste: Food Across Cultures”, koordiniert von der Universität Mannheim, International Cultural Studies (Dr. Ana-Sofia Uhl, Eva Breitbach), FSS 2026

    Dieses fünftägige BIP findet vom 15.-19. Juni 2026 in Mannheim statt. Studierende und Lehr­ende aus Polen (Adam Mickiewicz University, Poznan), Litauen (Vytautas Magnus University, Kaunas), Kroatien (University of Zadar, Zadar) und der Universität Mannheim haben die Möglichkeit, gemeinsam ein interdisziplinäres und internationales Lehr- und Lern­projekt zu erleben. Im Mittelpunkt des Kurses steht das Thema „Essen“ – nicht nur als physische Notwendigkeit, sondern als kulturelles Symbol, Medium der Identitätsbildung und Motor für nachhaltige Trans­formation. Das Programm gliedert sich in eine vorbereitende Online-Phase und eine praxis­orientierte, projekt­basierte Präsenz­phase in Mannheim. Die Teilnehmenden arbeiten in interdisziplinären Teams an Themen wie Esskulturen, Identität, Ernährung und Nachhaltigkeit. Gruppen­arbeit, kollaborative Projekte und praktische Übungen bilden den Kern des Kurses. Besonderer Wert wird auf erfahrungs­basiertes Lernen und interkulturellen Austausch gelegt, wodurch die Studierenden ihre Perspektiven erweitern und nachhaltige internationale Kontakte knüpfen können.

  • COIL: „La competencia intercultural – Interkulturelle Kompetenz“ (Dr. Claudia Villar, Romanisches Seminar), FSS 2026

    Gemeinsam mit der Universidad de Desarrollo in Chile bot das Romanische Seminar im FSS 2026 das COIL „La competencia intercultural – Interkulturelle Kompetenz“ unter der Leitung von Dr. Claudia Villar an. Der Kurs ermöglichte durch virtuelle Anteile nicht nur das Kennenlernen von internationalen Lehr­formaten, sondern brachte Studierende an den Standorten Santi­ago de Chile und Mannheim in einem virtuellen, globalen Classroom zusammen.

Vergangene Projekte

  • BIP: „Europäische Geschichte in deutschen Archiven: ERASMUS-Sommerkurs für junge Forscher*innen“

    Koordiniert von der Universität Mannheim, Historisches Institut (Prof. Dr. Hiram Kümper), FSS 2023.

    Dieses sechstägige BIP, koordiniert von der Universität Mannheim mit den Partnern Universität Reims Champagne-Ardenne, Universität Straßburg (Frankreich), Universität Pardubice (Tschechien) und Universität Ljubljana (Slowenien), richtete sich an junge Forschende der deutschen und europäischen Geschichte. Ziel war es, Aufbau und Nutzung deutscher Archive praxisnah zu vermitteln. Thematisch standen Deutschland und Europa in vergleich­ender Perspektive sowie grundlegende historische Forschungs­traditionen im Fokus. Eigene Forschungs­themen waren willkommen, aber keine Voraussetzung. Der deutschsprach­ige Kurs wurde durch Mannheimer Promovierende als „Peers“ begleitet, die sprach­lich unter­stützten und die Vernetzung förderten. Das Programm umfasste Plenarsitzungen sowie Besuche kommunaler, kirchlicher, Unter­nehmens- und Staats­archive in Mannheim, Karlsruhe, Ludwigshafen, Speyer und des Bundes­archivs in Koblenz.

  • BIP: „Europäische Geschichte in slowenischen Archiven, Erasmus Summer School, Ljubljana“, Mai 2025.

    Teilnahme als Partner, Universität Mannheim, Historisches Institut (Prof. Dr. Hiram Kümper, Dr. Anja Thaller), FSS 2025.

    Von 11. bis 16. Mai 2025 fand in Ljubljana, organisiert von Doz. Dr. Mojca Peternel und Prof. Dr. Janez Mlinar, die Erasmus Summer School „Europäische Geschichte in slowenischen Archiven“ statt. Sechs Mannheimer Studierende, sowie Dr. Anja Thaller, Mitarbeiterin des Lehr­stuhls für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit, nahmen daran teil. Gemeinsam mit Studierenden der Universitäten Ljubljana, Salzburg und Innsbruck sowie der Humboldt-Universität Berlin hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, das in der Hauptstadt Sloweniens ansässige Staats­archiv näher kennenzulernen und erlangten dank zweier Ausflüge nach Koper und Celje sowohl Einblicke in die dortigen Provinzialarchive als auch in das Institut für Zeitgeschichte in Ljubljana. In den Archiven und wissenschaft­lichen Einrichtungen standen neben Führungen auch Vorträge und Workshops auf dem Plan. In Klein­gruppen wurde mit unter­schiedlichsten Archivalien aus sechs Jahrhunderten gearbeitet. Ein ausführlicher Bericht findet sich hier.

  • COIL: „Our World in Crisis“

    Dieses COIL-Projekt wurde an der Philosophischen Fakultät im FSS 2022 angeboten. Studierende der Salem State University aus den USA und Studierende der Universität Mannheim hatten die Möglichkeit gemeinsam an diesem internationalen und virtuellen Lehr- und Lern­projekt (COIL) teilzunehmen. Inhaltlich wurden nationale und globale Themen im Zusammenhang mit dem Begriff der Krise aus verschiedenen Disziplinen beleuchtet. Dieses Projekt setzte sich aus einer Vielzahl an unter­schiedlichen Themen zusammen, die von verschiedenen Dozierenden präsentiert wurden. Die Studierenden erlangten ein Verständnis für die Komplexität des Begriffs und die Vielzahl an Meinungen, Ideen und Theorien zu diesem Thema. Konzipiert als interaktives, internationales und interkulturelles Klassenzimmer, wurde den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen in Bezug auf die Krise in unserer heutigen globalen Kultur auszutauschen. Die Dozierenden stellten verschiedene Begriffe und Definitionen von Krise vor und gaben einen Über­blick über aktuelle Diskurse, welche sie in die wichtigsten Theorien der Kultur­wissenschaften einbetteten


Eva Breitbach hat lange, zum Pferdeschwanz zurückgebundene braune Haare und trägt ein weiß-blau gestreiftes Langarmshirt. Sie steht hier lächelnd vor dem Mannheimer Schloss.

Eva Breitbach (sie/ihr)

Koordination Incoming- und Outgoing-Studierende | Virtuelle Mobilität
Anerkennungs­anliegen bitte an: auslandssemester.phil@uni-mannheim.de | Anfragen zum Thema virtuelle Mobilität an: virtualmobility.philuni-mannheim.de
Universität Mannheim
Philosophische Fakultät
Schloss – Raum EO 291
68161 Mannheim
Sprechstunde:
Di 13–15 Uhr – Online-Sprechstunde für Incoming-Studierende
Bitte buchen Sie einen Termin für die Sprechstunde (Online) über: https://www.phil.uni-mannheim.de/beratungstermine-incomings/