Virtual Exchange
„Virtual Mobility“ und „Virtual Exchange“ umfassen internationale Lehrformate, die auf digital vernetztem Unterricht und einem virtuellen Kursangebot basieren. Die Philosophische Fakultät kooperiert weltweit, um Studierenden digitale, interkulturelle Lernerfahrungen zu eröffnen – etwa durch rein digitale Collaborative Online International Learning-Formate (COIL) oder durch über Erasmus+ geförderte Blended Intensive Programmes (BIPs), die virtuelle und physische Elemente verbinden.
Vorteile von Virtual Exchange
Für Studierende: Niedrigschwelliger Zugang zu internationalem Austausch, Gewinn neuer fachlicher Perspektiven, Stärkung interkultureller Kompetenzen.
Für Lehrende: Kollaborative Lehrplanung, Ausbau des internationalen Netzwerks, gezielter Einsatz virtueller didaktischer Tools.
COIL steht für Collaborative Online International Learning. Dabei entwickeln Lehrende aus verschiedenen Ländern gemeinsam digitale Lerneinheiten für ihre Studierenden. Diese können authentische interkulturelle Erfahrungen sammeln und ihr globales Bewusstsein erweitern, ohne ihren Studienort zu verlassen. So vernetzen sich Studierende weltweit, wodurch nachhaltige Kontakte und Freundschaften entstehen.
COILs bieten folgende Vorteile:
Was sind BIPs?
Blended Intensive Programmes (BIPs) werden mit Erasmus+ Mitteln gefördert und kombinieren einen 5–30-tägigen Aufenthalt an einer europäischen Partneruniversität mit einer verpflichtenden virtuellen Phase zur Vorbereitung, Begleitung oder Nachbereitung. Ebenso kann die eigene Institution als koordinierende Hochschule ein BIP ausrichten und erhält hierzu Mittel zur organisatorischen Umsetzung. Mindestens drei europäische Hochschulen aus verschiedenen Erasmus-Programmländern entwickeln das Programm gemeinsam; mindestens zehn Teilnehmende müssen mobil als Incomings anreisen.
BIPs ermöglichen Studierenden und Mitarbeitenden kurze Studien- oder Fortbildungsaufenthalte im Ausland und fördern gemeinsame Kurzzeitprogramme, die in bestehende Curricula eingebettet oder als neue Lehrformate etabliert werden können. Sie richten sich an Studierende und Mitarbeitende – besonders an jene, für die längere Auslandsaufenthalte schwer umsetzbar sind.
BIPs mit der Universität Mannheim
Die Universität Mannheim kann als koordinierende Universität BIPs ausrichten, aber auch als Partner an einem BIP teilnehmen und Studierende sowie Lehrpersonen entsenden.
BIPs bieten folgende Vorteile:
Unsere Angebote und Projekte
Die Koordinationsstelle für virtuelle Mobilität am Dekanat der Philosophischen Fakultät fungiert als Bindeglied zwischen den Lehrenden der Fachbereiche und den Ansprechpersonen im Wissenschaftsmanagement aus aller Welt.
Unsere Unterstützung auf einen Blick:
- Zentrale Anlaufstelle für Interessierte der Universität Mannheim zu virtuellen, internationalen Lehrformaten
- Aufbau, Pflege und Vermittlung von Kontakten zu Partneruniversitäten der Fakultät sowie zu weiteren Bildungseinrichtungen weltweit
- Beratung und Unterstützung bei der Vorbereitung, Planung und Koordination von COIL- und BIP-Formaten
- Ansprechperson für Universitäten, die an einer Zusammenarbeit mit der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim interessiert sind
Kontakt: Eva Breitbach, virtualmobility.philuni-mannheim.de
Gegenwärtige und zukünftige Projekte
BIP: Exploring Intercultural Competence: Language Diversity and Cultural Exchange, HWS 2026 (Mariateresa Cecalupo, Romanisches Seminar)
Das Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP), findet vom 23. bis 27. November an der Universität Mannheim unter der Leitung von Mariateresa Cecalupo (Romanisches Seminar) statt. Das BIP verbindet sprachliche Vielfalt, kulturelle Erkundung und interkulturelles Lernen in einer der vielfältigsten Städte Deutschlands. Es richtet sich an Studierende der Italianistik sowie an Italienischsprachige mit mindestens Sprachniveau B2. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung interkultureller Kompetenzen in mehrsprachigen und kulturell diversen Kontexten. Durch kulturellen Austausch, ethnografische Beobachtungen und Begegnungen vor Ort setzen sich die Teilnehmenden mit den Themen Sprache, Migration und Identität auseinander. Ziel ist es, die Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation in Studium und Beruf nachhaltig zu stärken. Die Arbeitssprache des Programms ist überwiegend Italienisch. Aktuell suchen wir noch nach Partneruniversitäten, die am BIP teilnehmen möchten. Hier finden Sie den Call for Partners (PDF, 317 kB).
COIL: Food Across Cultures: Virtual Reflections on Culinary Identity & Global Perspectives, HWS 2026 (Dr. Ana-Sofia Uhl, International Cultural Studies & University of Lisbon)
Dieses COIL-Seminar (Collaborative Online International Learning) findet online unter Leitung von Dr. Ana-Sofia Uhl (International Cultural Studies, Universität Mannheim) und Prof. Nuno Medeiros (Universität Lissabon) im HWS 2026 statt. Durch die Zusammenarbeit von Studierenden aus Deutschland und Portugal in einem virtuellen Lernraum wird Essen als kulturelles, soziales und politisches Phänomen untersucht. Das Seminar beginnt mit einer Auseinandersetzung mit der portugiesischen und der deutschen Esskultur und wird dann um die globale Perspektive erweitert. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Authentizität, Erinnerung, Zugehörigkeit, Migration und Transkulturalität. Dabei werden persönliche Esserfahrungen in größere historische und globale Zusammenhänge eingeordnet. In internationalen Teams entwickeln die Studierenden dann Projekte, die sich mit Essensidentitäten befassen und diese mit Fragen der Globalisierung verknüpfen. Der Kurs kombiniert kompakte Lehrvorträge, angeleitete Diskussionen, Padlet-gestützte kollaborative Zusammenarbeit, reflexives Schreiben sowie synchrone und asynchrone Gruppenarbeit.
ENGAGE.EU Winter School “Cultural Perspectives on Sustainability, HWS 2026
Die ENGAGE.EU Winter School „Cultural Perspectives on Sustainability“, unter der Leitung von Nico Stab (Philosophische Fakultät, Universität Mannheim), ist ein zweiwöchiges Intensivprogramm für Bachelorstudierende aller Fachrichtungen. Sie findet vom 11. bis 22. Januar 2027 an der Universität Mannheim statt und kombiniert virtuelle mit Präsenzformaten. Die Winter School vermittelt den Teilnehmenden aktuelles Wissen sowie zentrale Kompetenzen im Bereich Nachhaltigkeit in Europa und darüber hinaus. Interdisziplinärer wissenschaftlicher Austausch und interkulturelle Erfahrungen bilden den Kern des Programms und entsprechen der Mission von ENGAGE.EU, verantwortungsbewusste Führungspersönlichkeiten für die Zukunft auszubilden. Ausgehend vom Sustainable Development Goal (SDG) 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ widmet sich die Winter School ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit aus einer geisteswissenschaftlichen Perspektive. Mannheim als gastgebende Stadt bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit den vielfältigen Dimensionen von Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen und dabei lokale Besonderheiten mit globalen Fragestellungen zu verknüpfen.
Vergangene Projekte
BIP: “Mapping Taste: Food Across Cultures”, koordiniert von der Universität Mannheim, International Cultural Studies (Dr. Ana-Sofia Uhl, Eva Breitbach), FSS 2026
Dieses fünftägige BIP fand vom 15.-19. Juni 2026 in Mannheim statt. Studierende und Lehrende aus Polen (Adam Mickiewicz University, Poznan), Litauen (Vytautas Magnus University, Kaunas), Kroatien (University of Zadar, Zadar) und der Universität Mannheim hatten die Möglichkeit, gemeinsam ein interdisziplinäres und internationales Lehr- und Lernprojekt zu erleben. Im Mittelpunkt des Kurses stand das Thema „Essen“ – nicht nur als physische Notwendigkeit, sondern als kulturelles Symbol, Medium der Identitätsbildung und Motor für nachhaltige Transformation. Das Programm gliederte sich in eine vorbereitende Online-Phase und eine praxisorientierte, projektbasierte Präsenzphase in Mannheim. Die Teilnehmenden arbeiteten in interdisziplinären Teams an Themen wie Esskulturen, Identität, Ernährung und Nachhaltigkeit. Gruppenarbeit, kollaborative Projekte und praktische Übungen bildeten den Kern des Kurses. Besonderer Wert wurde auf erfahrungsbasiertes Lernen und interkulturellen Austausch gelegt, wodurch die Studierenden ihre Perspektiven erweitern und nachhaltige internationale Kontakte knüpfen konnten.
Bild: Ana-Sofia Uhl
Bild: Ana-Sofia UhlGruppenbild der Teilnehmenden vor dem Mannheimer Schloss.
Bild: Eva Breitbach
Bild: Eva Breitbach
Bild: Helin Yalman
Bild: Helin Yalman
Bild: Eva BreitbachBIP: „Europäische Geschichte in deutschen Archiven: ERASMUS-Sommerkurs für junge Forscher*innen“
Koordiniert von der Universität Mannheim, Historisches Institut (Prof. Dr. Hiram Kümper), FSS 2023.
Dieses sechstägige BIP, koordiniert von der Universität Mannheim mit den Partnern Universität Reims Champagne-Ardenne, Universität Straßburg (Frankreich), Universität Pardubice (Tschechien) und Universität Ljubljana (Slowenien), richtete sich an junge Forschende der deutschen und europäischen Geschichte. Ziel war es, Aufbau und Nutzung deutscher Archive praxisnah zu vermitteln. Thematisch standen Deutschland und Europa in vergleichender Perspektive sowie grundlegende historische Forschungstraditionen im Fokus. Eigene Forschungsthemen waren willkommen, aber keine Voraussetzung. Der deutschsprachige Kurs wurde durch Mannheimer Promovierende als „Peers“ begleitet, die sprachlich unterstützten und die Vernetzung förderten. Das Programm umfasste Plenarsitzungen sowie Besuche kommunaler, kirchlicher, Unternehmens- und Staatsarchive in Mannheim, Karlsruhe, Ludwigshafen, Speyer und des Bundesarchivs in Koblenz.
Bild: Mojca Peternel
Bild: Norbert Resken
Bild: Anja Thaller
Bild: Anja Thaller
Bild: Mojca PeternelBIP: „Europäische Geschichte in slowenischen Archiven, Erasmus Summer School, Ljubljana“, Mai 2025.
Teilnahme als Partner, Universität Mannheim, Historisches Institut (Prof. Dr. Hiram Kümper, Dr. Anja Thaller), FSS 2025.
Von 11. bis 16. Mai 2025 fand in Ljubljana, organisiert von Doz. Dr. Mojca Peternel und Prof. Dr. Janez Mlinar, die Erasmus Summer School „Europäische Geschichte in slowenischen Archiven“ statt. Sechs Mannheimer Studierende, sowie Dr. Anja Thaller, Mitarbeiterin des Lehrstuhls für Geschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit, nahmen daran teil. Gemeinsam mit Studierenden der Universitäten Ljubljana, Salzburg und Innsbruck sowie der Humboldt-Universität Berlin hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, das in der Hauptstadt Sloweniens ansässige Staatsarchiv näher kennenzulernen und erlangten dank zweier Ausflüge nach Koper und Celje sowohl Einblicke in die dortigen Provinzialarchive als auch in das Institut für Zeitgeschichte in Ljubljana. In den Archiven und wissenschaftlichen Einrichtungen standen neben Führungen auch Vorträge und Workshops auf dem Plan. In Kleingruppen wurde mit unterschiedlichsten Archivalien aus sechs Jahrhunderten gearbeitet. Ein ausführlicher Bericht findet sich hier.
COIL: „La competencia intercultural – Interkulturelle Kompetenz“ (Dr. Claudia Villar, Romanisches Seminar), FSS 2026
Gemeinsam mit der Universidad de Desarrollo in Chile bot das Romanische Seminar im FSS 2026 das COIL „La competencia intercultural – Interkulturelle Kompetenz“ unter der Leitung von Dr. Claudia Villar an. Der Kurs ermöglichte durch virtuelle Anteile nicht nur das Kennenlernen von internationalen Lehrformaten, sondern brachte Studierende an den Standorten Santiago de Chile und Mannheim in einem virtuellen, globalen Classroom zusammen.
COIL: „Our World in Crisis“
Dieses COIL-Projekt wurde an der Philosophischen Fakultät im FSS 2022 angeboten. Studierende der Salem State University aus den USA und Studierende der Universität Mannheim hatten die Möglichkeit gemeinsam an diesem internationalen und virtuellen Lehr- und Lernprojekt (COIL) teilzunehmen. Inhaltlich wurden nationale und globale Themen im Zusammenhang mit dem Begriff der Krise aus verschiedenen Disziplinen beleuchtet. Dieses Projekt setzte sich aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Themen zusammen, die von verschiedenen Dozierenden präsentiert wurden. Die Studierenden erlangten ein Verständnis für die Komplexität des Begriffs und die Vielzahl an Meinungen, Ideen und Theorien zu diesem Thema. Konzipiert als interaktives, internationales und interkulturelles Klassenzimmer, wurde den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen in Bezug auf die Krise in unserer heutigen globalen Kultur auszutauschen. Die Dozierenden stellten verschiedene Begriffe und Definitionen von Krise vor und gaben einen Überblick über aktuelle Diskurse, welche sie in die wichtigsten Theorien der Kulturwissenschaften einbetteten

Eva Breitbach (sie/ihr)
Philosophische Fakultät
Schloss – Raum EO 291
68161 Mannheim
Di 13–15 Uhr – Online-Sprechstunde für Incoming-Studierende
Bitte buchen Sie einen Termin für die Sprechstunde (Online) über: https://www.phil.uni-mannheim.de/beratungstermine-incomings/
