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Master Medien und Kommunikations­wissenschaft:Digitale Kommunikation

Die Erforschung und Analyse von digitaler Kommunikation und ihrer Möglichkeiten, Varianten, Muster, Teilnehmerverhalten und Risiken: Darum geht es beim M.A. Medien- und Kommunikations­wissenschaft: Digitale Kommunikation. Jeder Jahrgang konzentriert sich auf zwei ausgewählte Schwerpunkt­bereiche aus dem weiten Feld der digitalen Kommunikation und führt eigene empirische Forschungs­projekte durch. Kleine Gruppen und enger Kontakt zu den Lehr­enden sorgen für ein optimales Lernklima. Ergänzt wird der Studien­gang durch einen kleinen Wahl­bereich an Kursen aus verwandten Fächern.

Auf einen Blick

Studien­dauer und -beginn 4 Semester (Vollzeit), nur zum Herbst-/Wintersemester
Bewerbung

Bewerbung: 15. März bis 31. Mai (Bewerbung starten)

Unterrichtssprache Deutsch und Englisch
Zulassungs­voraussetzungen Bachelor­abschluss in Medien- und Kommunikations­wissenschaft oder in einem verwandten Fach mit mindestens 2,5, Fach­kenntnisse in MKW im Umfang von mindestens 40 ECTS sowie in einschlägigen Forschungs­methoden im Umfang von mindestens 8 ECTS, Sprach­kenntnisse in Englisch auf dem Niveau B2. Alle Details stehen in der Auswahlsatzung.
Internationalität Auslands­semester und/oder Auslands­praktikum möglich
Studien­umfang und -inhalte 120 ECTS, davon ca. 105 ECTS in Medien- und Kommunikations­wissenschaft und ca. 15 ECTS in einem zusätzlichen Wahl­bereich

 

Semesterbeitrag: 174,90 Euro (mehr)
Gebühren für Nicht-EU-Ausländer: 1.500 Euro
Gebühren für ein Zweitstudium: 650 Euro


    Schwerpunktthemen der Themenseminare

  • Schwerpunktthemen HWS 2020

    Überwachung / Surveillance

    Der Begriff „Überwachung“ bezeichnet das Sammeln und Verarbeiten personenbezogener Daten zum Zweck der Planung, Kontrolle und Verhaltenssteuerung. Mit der umfassenden Digitalisierung von Kommunikation hat dieses Phänomen eine neuartige gesellschaft­liche Brisanz gewonnen. Jede Onlineaktivität führt in unterschiedlichem Maße zur Erhebung und Speicherung individueller Verhaltensspuren, die vernetzt und zur Prognose zukünftigen (individuellen) Verhaltens verwendet werden können. Wurde Überwachung ursprünglich im Rahmen staatlicher Kontrolle (und auch Fürsorge) betrachtet, stehen nun kommerzielle Formen der Überwachung und deren Risiken für freiheitliche Gesellschaften und individuelle Schutz­rechte wie z. B. Privatheit im Mittelpunkt.

    In diesem Schwerpunktseminar beschäftigen wir uns mit der Klärung der zentralen Begriffe, wir versuchen uns an einer Bestandsaufnahme des Phänomens „Überwachung“ und wir diskutieren, wie wir selbst die Folgen von Überwachung für das Individuum und die Gesellschaft bewerten. Zum Ende des Seminars werden wir über mögliche Forschungs­ideen reden, die im darauffolgenden zweisemestrigen Projektseminar behandelt werden könnten. Das Seminar wird geleitet von Prof. Dr. Matthias Kohring.

    Die demokratische Qualität von Online-Debatten / The democratic quality of online debate

    Nach einer Phase der euphorischen Erwartung an die Wiederbelebung der Demokratie durch das Internet überwiegt heute die Skepsis: Stichworte wie Hate Speech, Fake News und politische Polarisierung nähren Zweifel, ob Online-Kommunikation überhaupt zu einer vielfältigen, respektvollen und fairen öffentlichen Auseinandersetzung beitragen kann. Das Schwerpunktseminar bilanziert einerseits, was wir inzwischen über die demokratische Qualität von Online-Debatten wissen – sei es in den Kommentarspalten von Nachrichtenseiten, auf Twitter, Facebook oder Whatsapp. Zum anderen fragt das Seminar lösungs­orientiert, wie kommunikative Interventionen von NutzerInnen, eine verbesserte Medienregulierung oder veränderte Softwarelösungen die Qualität öffentliche Auseinandersetzungen steigern können. Das Seminar wird geleitet von Prof. Dr. Hartmut Wessler.

  • Schwerpunktthemen HWS 2019

    Misstrauen – und die Medien / Distrust – and the media

    Misstrauen hat in der Vertrauensforschung immer eine untergeordnete Rolle gespielt. In letzter Zeit erfährt das Konzept etwas mehr an Aufmerksamkeit, vor allem im Hinblick auf Politik und Medien. Dabei wird allerdings deutlich, dass der Begriff unterschiedlich verstanden und gemessen wird. Das Seminar beschäftigt sich zunächst damit, was man unter Misstrauen überhaupt verstehen kann und wozu man dieses Konzept zusätzlich zu (fehlendem) Vertrauen benötigen könnte. Der Titel des Seminars soll ausdrücken, dass Nachrichtenmedien sowohl Gegenstand von Misstrauen sind als auch Misstrauen in andere gesellschaft­liche Bereiche befördern können. Das Seminar wird geleitet von  Prof. Dr. Matthias Kohring und Prof. Dr. Angela Keppler.

    Digitales Lesen (am Beispiel fiktionaler Literatur sowie der Tageszeitung) / Digital Reading (of fiction and newspapers)

    Das Schwerpunktseminar wird sich mit der Frage beschäftigen, wer heute wie häufig und wie intensiv welche Inhalte (von Tageszeitungen einerseits und von fiktionaler Literatur andererseits) warum liest. Dabei geht es zum einen um eine Bestandsaufnahme sowie um Veränderungen gegenüber der analogen Lektüre, aber auch um die Frage, wie die möglichen Veränderungen erklärt werden können. Das Seminar wird geleitet von Prof. Dr. Peter Vorderer.

     


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Praxis und Berufseinstieg

Medienanalytische Fähigkeiten sowie quantitative und qualitative Forschungs­kompetenzen sind der Kern des Abschlusses im M.A. Medien- und Kommunikations­wissenschaft. Ausgerichtet ist der Studien­gang daher auf eine Karriere in Wissenschaft und Forschung – und auf die Medien- und Kommunikations­praxis in Journalismus, Film- und Fernsehproduktion, PR oder Markt­forschung.


Beratung und Kontakt

Sebastian Hempen, M.A.

Sebastian Hempen, M.A.

Studien­gangs­management Master­studien­gänge
Universität Mannheim
Philosophische Fakultät
Schloss – Raum EO 287
68131 Mannheim
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Hinweis: Telefonische Sprechstunde Di und Mi 10–12 Uhr. Die offene Sprechstunde entfällt bis auf Weiteres.