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„Kompetent lehren und lernen im mehrsprachigen Klassenzimmer: Verzahnung von Fachwissenschaften, Fachdidaktik und Schulpraxis in der Lehrerbildung“

Das Projekt “Mehrsprachiges Klassenzimmer” ist ein Lehrerbildungsprojekt an der Universität Mannheim, das vom Land Baden-Württemberg von 2016 -2021 mit rund 1 Million Euro gefördert wird.


Projektteam

Leitung: Dr. Dieter Thoma, Prof. Dr. Rosemarie Tracy

Akademische Mitarbeiterinnen: Dr. Ira Gawlitzek, Marlene Schulz

Kooperationspartner: Georg Matthias Schneider (ZLBI)


Motivation und Ziele

Damit zukünftige Lehrkräfte bestmöglich auf ihren Beruf im mehrsprachigen Klassenzimmer vorbereit sind, müssen sie wissen, wie Menschen Sprachen lernen, verarbeiten und nutzen. Sie müssen die Fähigkeit erwerben, dieses Wissen in Lehr- und Lernkonzepte umsetzen zu können, und sie müssen in der Lage sein, dieses Wissen und Können in der Unterrichtspraxis handelndanzuwenden (Baumann & Becker-Mrotzek, 2014; Baumert & Kunter, 2006; Hopp, Thoma & Tracy, 2010). Darüber hinaus sollen die Studierenden eine Grundhaltung entwickeln, die sie dazu befähigt, sprachlich-kulturelle Diversität gleichermaßen als Herausforderung und als Potential für die pädagogische Praxis zu begreifen (Tracy 2014). Die Förderung sprachlicher Kompetenzen wird damit zu einer fachübergreifenden Querschnittsaufgabe (vgl. das Schwesterprojekt “Herausforderung Heterogenität”).

Um sicher zu stellen, dass dieses kompetenzorientierte, erste Ziel erreicht wird, verfolgt das Projekt ein strukturelles, zweites Ziel, das darin besteht, Fachwissenschaften (Wissen), Fachdidaktik (Können) und Schulpraktische Studien (Handeln) in Lehre und Forschung synergistisch und nachhaltig zu verzahnen. Ein kompetitives, drittes Ziel ist es, den Lehrerbildungsstandort Mannheim mit dem Profilthema der sprachlichen und kulturellen Heterogenität noch attraktiver für hoch motivierte, interessierte und leistungsstarke Studierende zu machen, etwa für diejenigen mit Migrationsbiografie.


Arbeitsprogramm

Das Vorhaben umfasst drei Arbeitspakete. Erstens wird ein abgestimmtes, gemeinsames Kerncurriculum für alle Lehramtsstudierenden entwickelt, das Deutsch als Erwerbsobjekt und Unterrichtssprache thematisiert. Für Studierende eines (fremd-)sprachlichen Unterrichtsfachs werden spezifische forschungsbasierte Erweiterungen für die Fachdidaktik erarbeitet. Zweitens wird das Kerncurriculum in universitären Lehrveranstaltungen und in der Praxisphase im Masterstudium konkret und nachhaltig umgesetzt. Drittens wird wissenschaftlich evaluiert, ob sich die Zielkompetenzen der Studierenden im Sinne des Kerncurriculums weiterentwickeln und ob die Ziele des Projekts insgesamt erreicht werden.