DE / EN

Prof. Dr. Simone Knewitz

Prof. Dr. Simone Knewitz

Vertretungs­professorin
Universität Mannheim
Anglistik III
L 10, 11–12, Raum 322
68161 Mannheim
Sprechstunde:
in der vorlesungs­freien Zeit siehe unten

Office hours during semester break

* Pflichtfelder

Di, 02.07.
16:00
16:15
16:30
16:45
17:00
17:15
17:30
17:45
Fr, 19.07.
14:00
14:15
14:30
14:45
15:00
15:15
15:30
15:45

  • Forschungs­interessen

    Die Forschungs­interessen von Simone Knewitz liegen im Bereich der Poetiken des 20. und 21. Jahrhunderts, der kulturellen Ästhetik und Rhetorik, Kollektivforschung, Critical Whiteness Studies, Fernsehen und digitale Kultur sowie der Eigentumsforschung. Derzeit arbeitet sie an drei Projekten:

    The Poetics of Political Protest: Collective Agency in 21st Century North American Poetry and Social Movements

    Diese Studie untersucht, wie zeitgenössische nordamerikanische Lyrik in Protestbewegungen interveniert und wie Formen kollektiven Handelns in der Literatur verhandelt werden. Im Zentrum steht dabei politisch engagierte Lyrik der Gegenwart, wie etwa Werke von Claudia Rankine, Juliana Spahr, Joshua Clover, aber auch indigene Autor*innen wie Natalie Diaz, Craig Santos Perez und Layli Long Soldier. Das Projekt leistet einen innovativen Beitrag zu Debatten in den Poetry Studies, indem es mit Methoden des New Formalism die politischen Funktionen von Lyrik neu auslotet und bewertet. Es betrachtet das Zusammenspiel ästhetischer und sozialer Formen mithilfe von Ansätzen aus den Cultural Studies, die bislang in der Lyrikforschung nur wenig eingebunden wurden und es eröffnet einen interdisziplinären Dialog zwischen Poetry Studies, Social Movement Studies und aktueller politischer und kultureller Theorie. Damit leistet es einen Beitrag zum besseren Verständnis der ästhetischen Dimensionen sozialer Bewegungen.

    Intersections of Whiteness: Race, Class, and Affect in Twenty-First Century Discourses and Representations

    Das Projekt untersucht in der Form einer kultur­wissenschaft­lichen Diskursanalyse, wie politische, ökonomische und soziale Machtstrukturen in den USA innerhalb von öffentlichen und politischen Diskursen verhandelt werden. Dabei sollen insbesondere Debatten zu strukturellem Rassismus und anderen Formen des systemischen Ausschlusses, wie sie seit dem Aufkommen von Black Lives Matter und anderen Demokratisierungs­bewegungen der vergangenen Dekade zu beobachten sind, in den Blick genommen werden. Beleuchtet werden die sich verändernden Machtdynamiken zwischen verschiedenen sozialen Gruppen, die sich aus der größeren Sichtbarkeit von vormals marginalisierten Identitäten ergeben. Das Projekt knüpft an Ansätze aus den Critical Whiteness Studies sowie der Affekt-Theorie an, um Fragen wie die folgenden zu untersuchen: Auf welche Weise streben politische Akteure innerhalb gegenwärtiger öffentlicher Debatten nach Macht, Anerkennung und sozialer Gerechtigkeit? Wie positionieren sie sich selbst innerhalb dieser Diskurse? Inwieweit tragen diese Diskurse zu Veränderungen der gesellschaft­lichen Machtstrukturen bei oder zementieren den Status quo?

    War of Memes: Populism, Protest Movements, and Digital Popular Culture

    Dieses Projekt untersucht die Schnittstellen zwischen politischem Populismus, Protestbewegungen und digitaler Kultur, indem es die Frage stellt, wie digitale Medien politische Randpositionen zirkulieren lassen, verstärken und salon­fähig machen und damit auch zur (De-)Legitimation von regierenden Autoritäten beitragen. Das Projekt legt einen Schwerpunkt auf Prozesse der Politisierung und die Beziehungen zwischen institutionellen politischen Akteuren und Protestbewegungen in den USA, aber verfolgt auch, wie populistische Medienbeiträge sich global verbreiten und die Erschaffung von Kollektiven über nationale Grenzen hinweg ermöglichen.

  • Biografische Informationen

    Simone Knewitz studierte Nordamerika­studien, Politik­wissenschaft und Philosophie an der Universität Bonn. Im Jahr 2010 promovierte sie mit einer Studie zur Lyrik der Moderne, 2018 schloss sie ihre Habilitation mit einem Buch über Eigentumsdiskurse in der US-amerikanischen Kultur vom 19. bis zum 21. Jahrhundert ab. Seit 2008 war sie zunächst wissenschaft­liche Mitarbeiterin und dann Akademische Oberrätin am Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie der Universität Bonn. Außerdem hatte sie Vertretungs­professuren für Amerikanistik an den WWU Münster und der Universität Hamburg inne.

  • Lehre

    Simone Knewitz bietet an der Universität Mannheim im FSS 2024 Seminare zu politischer Lyrik, zur Repräsentation von politischen Kollektiven in der Literatur sowie zu Critical Whiteness Studies und Affektforschung an.


Derzeit sind keine Publikationen für diese Liste verfügbar.