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Dr. Jan D. Kucharzewski

Dr. Jan D. Kucharzewski

Akademischer Rat auf Zeit
Universität Mannheim
Anglistik III
Schloss – Raum EW 264
68161 Mannheim
Sprechstunde:
tba

Jan D. Kucharzewski ist Akademischer Rat auf Zeit am Lehr­stuhl für Amerikanische Literatur- und Kultur­wissenschaft. Nach einem Magisterstudium der Fächer Anglistik/Amerikanistik, Ältere Anglistik und Medien­wissenschaft an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf war er wissenschaft­licher Mitarbeiter am Lehr­stuhl für Amerikanistik der Universität Düsseldorf, wo er sich mit einer DFG-geförderten Dissertations­schrift über das Verhältnis zwischen der amerikanischen Literatur(theorie) und den Natur­wissenschaften promoviert hat. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf den Romanen des zeitgenössischen amerikanischen Autoren Richard Powers.

Von 2013-2019 hatte er eine Juniorprofessur für die Literatur und Kultur Nordamerikas an der Universität Hamburg inne. Er war zudem Visiting Scholar und Fulbright Scholar an der University of Illinois at Urbana-Champaign (auf Einladung des Autoren Richard Powers), der Indiana University  Bloomington, der State University of New York at Stony Brook (auf Einladung des Soziologen Michael Kimmel), der University of California at Davis und der Lehigh University Pennsylvania.

Sein aktuelles Forschungs­projekt mit dem Titel „Once More into the Fray: H­unters, Sailors and the American Liminal” untersucht die Funktion von Liminalität in Diskursen hegemonialer U.S.-amerikanischer Männlichkeit seit 1800. Methodisch im Nexus zwischen Literatur-, Film-, Kultur­wissenschaft und Ideengeschichte verortet, zeigt das Projekt auf, dass in der amerikanischen Kulturgeschichte ein vorherrschendes Ideal von normativer Maskulinität (und ein damit verbundenes Verständnis von nationaler Identität) mit anhaltenden Übergangs­zuständen und Krisensituationen assoziiert wird. Diese These eines ‚American Liminal’ als Katalysator hegemonialer Identität wird in dem Projekt anhand der Darstellung von Jägern und Seeleuten als paradigmatische Figuren des Liminalen in der amerikanischen Literatur und im amerikanischen Film konkretisiert.

Weitere Schwerpunkte in seiner Forschung und Lehre sind die amerikanische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, zeitgenössische Literatur, Gender Studies und Cultural Studies sowie die Lyrik der Moderne und die amerikanische Philosophie.